6. Tag Griechenland Santorini
Das Highlight kam quasi zum Schluss, und das ist nicht zu viel versprochen. Wir hatten perfektes Wetter 25 Grad und schon die Anfahrt war atemberaubend. Wir hatten uns kurzerhand für einen Ausflug entschieden und zwar „Oià & Thira“. Dieser beinhaltet eine Busfahrt nach Oia mit Freizeit und zurück nach Thira ebenfalls mit Freizeit und individuell per Seilbahn, laufen oder mit Eseln und Tenderboot zurück zum Schiff.
Los ging eine kurze Fahrt mit einem Tenderboot zum Hafen wo schon Busse warteten. Mit dem Bus schön die Serpentinen hinauf gefahren und weiter ging es Richtung Oià. Wir hatten einen deutschen Reiseleiter der auf Santorin lebt. Nachdem wir in Oià ankamen liefen wir zunächst mit dem Reiseleiter zum Ende der Insel, zwischendurch erklärte er immer wieder ein paar Kleinigkeiten.
Dann hatten wir Freizeit. Mein Tipp ist, nicht auf dem Hauptweg zu bleiben, sondern auch die kleinen Treppengassen hinunter und wieder rauf zu gehen. Es ist teilweise zwar richtig anstrengend, aber man bekommt wunderschöne Fotos und Ausblicke geboten. Achtung „jedes“ Foto in Santorin ist ein Postkartenbild. Oià ist wirklich ein wunderschöner Ort den man gesehen haben muss. Irgendwann ging es dann weiter mit dem Bus. Wir fuhren entlang der flachen Küste zurück nach Thira. Die Rückfahrt fand ich auch recht interessant weil man hier auch mal einen kurzen Überblick über die flache Seite von Santorin erhält.
Nachdem wir zurück in Thira waren und noch kleine Erläuterungen vom Reiseleiter bekamen hatten wir dann den Rest des Tages zur freien Verfügung bis das letzte Tenderboot zurück ging. Zeit also, um durch die Gassen zu schlendern, die Ausblicke zu genießen und in den Geschäften zu stöbern.
Was meiner Meinung auf jeden Fall sein muss, ist einen Kaffee in einem der tollen Kaffeebars mit einem super Ausblick zu trinken. Ok den Blick zahlt man natürlich. Wir hatten Glück, dass es quasi schon Nebensaison war und kamen mit knapp 4 Euro für einen kleinen griechischen Kaffee weg. Ich denke zur Hauptsaison zahlt man dann das Doppelte bis Dreifache. Aber egal einmal muss man das machen.
Wir nahmen eine Bar auf der linken Seite kurz bevor links ein Weg hinab in Richtung Anlegestelle ging, leider hab ich den Namen vergessen. Nachdem wir den Kaffee getrunken hatten konnten / mussten wir uns dann Richtung Anlegestelle aufmachen. Wir gingen also gleich links ab. Dazu muss man sagen das an der Seilbahn ein Riesenandrang herrscht und man mit bestimmt einer Stunde Wartezeit rechnen muss. Pro Fahrt kann die Seilbahn 36 Leute transportieren. Somit war für mich klar, ich laufe den Weg hinunter. Erstens kann ich da noch ein wenig die Aussicht genießen und zweitens konnte ich so vorher im Ort mehr Zeit verbringen. Ich habe mich beim Reiseleiter vorher erkundigt wie lange der Weg hinunter dauert, und er sagte so 15-20 Minuten (was sich später als richtig herausstellte). Auf dem Weg nach unten trifft man natürlich auch die Esel- und Mulitaxistände. Man sollte ein wenig aufpassen wo man hintritt sonst muss man später seine Schuhe reinigen. Die Mulis sind sehr gut geschult. Vor jeder Kurve gehen sie nach Möglichkeit nach Außen. Wenn eine Gruppe mit Eseln und Leuten vor uns los ging warteten wir einfach bis diese weg waren. Wenn man ein wenig die Tiere beobachtet wie sie sich bergauf und bergab verhalten und wo sie laufen bekommt man da keinerlei Probleme. ABER: Immer ausweichen, die Tiere tun es nämlich nicht J
Übrigens ich habe mich ein wenig über die Esel/Mulis informiert und diese haben anscheinend ein sehr gutes Leben auf Santorin und das ganze stellt keine Tierquälerei dar. Schließlich stellen die Tiere auch eine Lebensgrundlage für die Besitzer dar. Sie dürfen höchstens 4mal hoch und runter laufen bevor sie getauscht werden. Jedes Tier hat auch nur 2 Wochen Dienst bevor es 2 Wochen Urlaub auf der Weide hat. Außerdem leben sie recht gesund da sie auf den Weiden unter anderem Minze essen können was den Tieren sehr gut tut. Wie sagte unser Reiseleiter, „in seinem nächsten Leben will er als Esel auf Santorin geboren werden“, das sagt schon sehr viel.
Unten angekommen mussten wir uns dann in die Schlange stellen für die Tenderboote zurück zum Schiff. Auf diesen Tenderbooten kann es auch mal recht gut schaukeln, aber ich denke das kann jeder Mal kurze Zeit aushalten. Vom Oberdeck auf dem Schiff konnten wir dann noch die wunderschöne Abfahrt in der Dämmerung ansehen. Wenn die kleinen Dörfer am Kraterrand auch noch leuchten.
Fazit: Santorin ist wirklich wunderschön. Ich kenne zwar nicht die anderen Ausflüge aber Oià und Thira sollte man gesehen haben und bei diesem Ausflug kann man nichts falsch machen. Ich werde bestimmt nochmal nach Santorin zurückkehren.