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Beiträge von perlenfee

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  • Alles zum Unglück der Costa Concordia

    • perlenfee
    • 14. Januar 2012 um 22:00

    das ist ja so was von verantwortungslos, dass derjenige, der das veranlaßt hat, so richtig bestraft werden werden muss!!


    Allerdings werden davon die bei dem Unglück ums Leben gekommen nicht wieder lebendig und die Überlebenden werden dadurch auch nicht wieder seelisch gesund werden.

    Ich bin mehr als erschüttert!

    Perlenfee

  • 06.05.12-08.05.12

    • perlenfee
    • 14. Januar 2012 um 12:00
    Zitat von Brigitte/Fredl

    war bisher noch nie auf einem Melittadampfer, liebe eigentlich die kleinen Schiffe. Haben uns die 3 Tage ausgesucht um die neuen Schiffe kennen zu lernen.

    perlenfee

    Wie auf den Melittadampfern gibt es auch eine Oceanbar, hinten im Freien?

    Andi

    Mein Mann wird an die Leine genommen. Bei Gehorsam bekommt er ein Coktail nach Wahl.

    LG Brigitte

    Alles anzeigen

    Hallo Birgitte,

    schau mal hier. Da sitzt und steht man man sehr gut :stossen:

    http://www.aida.de/kreuzfahrt/rei…aene.23415.html


    Perlenfee

  • Alles zum Unglück der Costa Concordia

    • perlenfee
    • 14. Januar 2012 um 11:54

    und gedacht, naja, heute ist man doch relativ sicher auf so einem Dampfer. Riesen Wellen und Seegang, kein großes Problem und Pier rammen ist ja reparabel.

    Aber heute, die Bilder der Costa gesehen und gedacht - es kann ja doch mal schlimm werden. Wäre das Schiff gekippt, wenn die Felsen nicht da gewesen wäre??

    Was für ein schreckliches Erlebnis für alle, die dabei waren. Welch traumatisierte Menschen, die in die Heimat zurückkehren - vielleicht Angehörige, Freunde verloren haben? Bilder, Geräusche, Rufe - im Kopf fest gebrannt.

    Mein Mitgefühl gilt ihnen, den Passagieren, den Hinterbliebenen, der Crew und den Rettungsmannschaften.

    Perlenfee

  • 16. Jan 2012, 14:30, WDR (Wdh.): Kreuzfahrt undercover - Die Schattenseite der Luxusdampfer

    • perlenfee
    • 12. Januar 2012 um 12:50
    Zitat von Heizergruss


    Hallo Perlenfee,

    wenn bei uns die Besuchergruppen durch das Kraftwerk gehen,zeige ich mich auch immer von der besten Seite :zwinker:

    Schöne Grüße

    Heizergruss

    Hallo nach Kiel,

    nana, was ist denn jetzt los???

    Es kann ja sein, dass die führende Person sich von der besten Seite zeigt, aber wenn einer was kritisch hinterfragt, bekommst du schnell raus, ob die Antwort ehrlich war oder nicht. Soooo viel Menschenkenntnis traue ich mir schon zu.

    Außerdem habe ich nicht immer den Vertreter des Bereichs gefragt sondern auch mal die Mitarbeiter direkt angesprochen - gottseidank verstehen die englisch! Und du kennst doch meine wunderschönen Augen und kannst dir vorstellen, dass die Perlenfee so ziemlich viel sieht oder??

    Dir noch einen schönen Tag und paß auf, dass die Spannung immer stimmt :zwinker:

    Perlenfee

  • Schwanger an Bord

    • perlenfee
    • 12. Januar 2012 um 12:42

    Normalerweise ab der 6. Woche wie mir bekannt ist, aber bei Beschwerden auch schon vorher.

    Solltet ihr den Wunsch haben, die Untersuchung schon in der 5. Woche machen zu lassen, auf dem Schiff:

    Würde mich an eurer Stelle aber vorher bei der Krankenkasse erkundigen, ob die das bezahlen. Denn es wird doch nur eine begrenzte Anzahl von Ultraschall-Untersuchungen bezahlt!!!


    Wünsche Euch eine schöne Reise mit dem kleinen Purzel,
    und genießt die Tage - ohne Ultraschall


    Perlenfee

  • Ushuaia / Argentinien

    • perlenfee
    • 11. Januar 2012 um 17:29

    20.15 Uhr Panamericana Dok. 2011, Alaska nach Feuerland.


    20:15
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    Panamericana (7/7)
    Von Alaska nach Feuerland
    Moderation: Reto Brennwald
    [Blockierte Grafik: http://www.3sat.de/dynamic/sitegen/gfx/expand_24x24.gif]
    Buenos Aires nennt man auch das Paris Lateinamerikas. Zehn Jahre nach Argentiniens Staatsbankrott blüht die Hauptstadt wieder. Ihre Einwohner, die Porteños, lieben den eleganten Auftritt, gelten aber auch als selbstverliebt und neurotisch. Kaum etwas illustriert das besser ...


    Heute ist der Teil Feuerland dran, in der Zeitung ist der Hafen Ushuaia abgebildet.

  • 16. Jan 2012, 14:30, WDR (Wdh.): Kreuzfahrt undercover - Die Schattenseite der Luxusdampfer

    • perlenfee
    • 11. Januar 2012 um 11:25
    Zitat von Misses_Jessi

    Weiß jemand, ob dieser Bericht noch mal wiederholt wird oder ob man den im Internet sehen kann? :sdanke:

    http://www.wdr.de/tv/weltweit/


    Liebe Grüße
    Perlenfee

  • 16. Jan 2012, 14:30, WDR (Wdh.): Kreuzfahrt undercover - Die Schattenseite der Luxusdampfer

    • perlenfee
    • 11. Januar 2012 um 11:13
    Zitat von yvesh

    wenn mich nicht alles täuscht, hatte aida nicht mal eine auszeichung als vorbildicher Arbeitgeber oder so bekommen

    gruß yves

    wenn ja, dann siehe hier:

    http://www.aida.de/b2b-corporate-…hnet.20727.html


    http://www.aida.de/nc/b2b-corpora…10-gekuert.html


    http://www.aida.de/b2b-corporate-…gezeichnet.html

  • Dubai / Vereinigte Arabische Emirate

    • perlenfee
    • 11. Januar 2012 um 11:00

    Sonntag, 15. Januar, ARD, 13.15 Uhr, Reportage ARD-exclusiv "7 Sterne in Dubai - das Burj Arab"


    Perlenfee

  • 16. Jan 2012, 14:30, WDR (Wdh.): Kreuzfahrt undercover - Die Schattenseite der Luxusdampfer

    • perlenfee
    • 11. Januar 2012 um 10:40

    bin ich schon geworden. Gedacht habe ich schon öfters daran, dass ein Job, egal auf MSC, Costa oder wie die anderen Kähne heißen, nicht immer einfach ist. Dass die Leute dort keine Unsummen verdienen, das ist doch aber schon lange bekannt. Also wirklich Neues habe ich aus dem Bericht nicht rausgehört.
    Dass Crewmitglieder ihren Verdienst mit kleinen Nebenjobs aufbessern, dürfte doch bekannt sein.

    Aber zu sehen, wie Vorgesetzte mit den Mitarbeitern umgehen, dass hat mich doch etwas geschockt, denn zwischen denken und real zu sehen - liegen kleine Welten. Verwarnt werden gehören solche Typen!!!! und nicht die Mitarbeiter, die ihre Arbeit machen und als Dankeschön vom Chef noch schlecht behandelt werden

    Das es bei AIDA ein wenig anders aussieht, glaube ich schon. Denn als ich Inside-Tour auf der Blu gemacht habe, bin ich ziemlich rumgekommen und habe eine Menge Leute getroffen, gesehen, gesprochen und beobachtet.


    Was ich persönlich gut finde, dass zumindest auf dem AIDA-Schiffen die Bediensteten in den Restaurants nicht "angetrieben" werden genügend Getränke - sprich Wein, an den Gast zu bringen. Stressfrei können sie ihre Späße machen und Zeit für ein Gespräch bleibt immer irgendwo übrig. Und weil diese Leute eigentlich immer sehr nett und höflich sind, bedenken wir sie mit einem Trinkgeld. Ebenso dem Personal legen wir was in die berühmte Doppelkarte "hier ... mein Name ist ...".


    Dieser Bericht ist für mich Grund genug, weiter mit AIDA zu fahren, meine Augen offen zuhalten und wenn mir was auffällt kann ich es gut loswerden, bei der Rezeption oder in Rostock.

    @TomH, ich kaufe auch bei den besagten Ketten - auch wenn ich bei dem einen Konzern etwas länger an der Kasse warten muss :zwinker:


    Perlenfee

  • 06.05.12-08.05.12

    • perlenfee
    • 7. Januar 2012 um 15:02

    Natürlich werden wir die Ocean-Bar im Freien genießen können :zwinker:


    Perlenfee

  • Kreditkartenzahlung ab Januar 2012 nur noch mit 1% Gebühren?

    • perlenfee
    • 28. Dezember 2011 um 11:34
    Zitat von h.p.g.

    ....... genauso ist es, AC mutiert zur Geldmaschine, jede neu entdeckte Möglichkeit Kohle zu scheffeln wird sofort genutzt. Auch ich bin der Auffassung, wie Ute, dass dieser 1% Punkt Aufschlag für die KK seit Jahren im Reisepreis steckt und nun als zusätzliche Einnahmequelle genutzt werden soll, z.B. als Ausgleich für die über Just verramschten Reisen. :meinung: L.G. H.P.G.

    oder für die "Verlängerer", die für wenig Geld spontan noch 14 Tage anhängen können .... wie in Südamerika!


    Ich persönlich bin TomH's Meinung! Ich bin dafür, am Ende steht der Preis und nicht, dass hier oder da noch was versteckt dazu kommt. Sowas macht mich einfach kirre :zorn:

    Perlenfee

  • 25.11. bis 9.12.2011 Südamerika-Tour 3 und Seno Garibaldi - et al

    • perlenfee
    • 22. Dezember 2011 um 22:53
    Zitat von imgeistimmerjung

    hallo perlenfee, uns ging es mit den ansprüchen ähnlich. unser reisebüro hat auch irgendwas gefaselt, wir müssten das bei klm selbst einklagen. die schreiben, die beantwortung dauert 6 - 8 wochen. ok, habe ja jetzt meine ansprüche angemeldet, werde auch ohne den ausgleich zwischendurch satt, und wenn das letztendlich nicht funktioniert, nehme ich halt einen rechtsanwalt. bin ja gott sei dank rechtsschutz-versichert. so liebe perlenfee, auch hier nochmal ganz ganz liebe grüße an dich und deinen mann - fröhliche weihnachten und einen guten rusch. hofftenlich treffen wir uns mal wieder. lg margit

    Hallo Margit,

    auch euch ein schönes Weihnachtsfest und alles Gute für das kommende Jahr. Auch wir hoffen, dass wir mal in nächster Zeit sehen. Wir schwelgen noch immer in Erinnerungen und haben so gar keine echte Weihnachtslaune. Aber das wird schon kommen, spätestens morgen, wenn meine Tochter hier einfliegt, dann geht es Schlag auf Schlag bis zum 26.12.

    Und nun hoffen wir einfach, unsere Klage wird erhört und bekommen einen Ausgleich für unser Dilemma vom Flug.

    Schick mir mal per PN eure private Adresse, dann ich ein paar Fotos brennen und schicken!

    Liebe Grüße auch von Heinz
    Etelka :ciao:

  • Südamerika, 24.11. bis 9.12.2011 Teil 2

    • perlenfee
    • 22. Dezember 2011 um 22:20

    Eine Reise in eine andere Welt, eine Reise ans Ende der Welt, eine Reise in verschiedene Klimazonen – eine Reise, die wir sicher so schnell nicht vergessen werden.

    Montag, 5. Dezember, Port Stanley, Falklandinseln
    leicht bewölkt, 10 Grad, nächste Etappe 1935 Kilometer bis Montevideo


    Blick vom Gang Deck 5, upps, wo ist der Hafen? Wir sehen nichts, nur eine Bucht und dann sehen wir auch schon die lange Schlange im Treppenhaus. Anstehen zum aus schiffen per Tenderboot. Haben wir noch nicht erlebt und es war eine interessante Sache. Rein ins Boot, setzen, ja nicht aufstehen! Vorne, steht oben über uns der Steuermann und schaut aus einer Luke in Richtung Hafen. Die Wellen schlagen an die Außenwand und dann aufgeregte Rufe, ein Delphin da, da!!! Und schon war er wieder weg.


    Ach, was war das für ein kleiner anschaulicher Hafen in Stanley. Ein schmaler Steg, durch die Kontrolle und schon waren wir dort, wo es wirklich very, very british ist. Überall die Flaggen, die netten Häuschen mit den Vorgärten, blühende Sträucher und Blumen.
    Mit rund 2300 Einwohnern ist Port Stanley der einzige größere Ort und gleichzeitig auch die Hauptstadt der Falklandinseln. Neben den beiden Hauptinseln (Ost- und Westfalkland) gibt es noch rund 750 kleine und klitzekleine Inseln, die zu diesem Verbund gehören. Insgesamt leben 3000 Menschen auf den Falklandinseln. 350 Kilometer östlich der argentinischen Südspitze liegt dieses großartige 12.173 Quadratkilometer große Naturparadies. Seit 1833 stehen die Falklandinseln unter britischer Verwaltung, gehören als britisches Überseegebiet aber nicht zur Europäischen Union.


    Was tun, die große Frage. Ratlos und unentschlossen stehen wir und andere Mitreisende am Anleger herum. Stadt erkunden oder eine Tour machen? Natürlich warten dort auch Menschen, die uns gerne mit ihrer Taxe oder einem Minibus irgendwo hin fahren würden – aber wohin? Einige Mitreisende wollen Pinguine sehen und wie ist das mit dem Gruppenzwang – letztendlich sitzen wir bei Ellen im Bus und es geht an die Küste – Gypsy Cove. Eine Bucht, unbeschreiblich schön. Wir haben sie schon vom Schiff aus gesehen. Weißer Sand und karibisch blaues Wasser, Postkartenmotiv. Mit Poole's Cabs geht es erst mal ein Stück durch Port Stanley. Ellen, spricht natürlich englisch, wir haben einen Mitreisenden im Bus, der dolmetscht. Voller Stolz erzählt sie uns etwas über Land und Leute und unser erster Halt ist die 2009 eröffnete Liberty Lodge, eine Erholungsstätte für Kriegsveteranen des Falklandkrieges (1982). Gemütliche Zimmer, teilweise mit Blick auf das Meer, sollen dafür sorgen, dass diese Menschen einen Ort der Ruhe und Erholung für zwei Wochen haben. Die Einrichtung wird nur durch Spenden finanziert.


    Weiter geht es vorbei an dem Totem Pole (Totempfahl). Ursprünglich wurde er von britischen Soldaten auf einer kleiner Anhöhe erreichtet, um die Entfernung zu ihren Heimatorten anzugeben. Inzwischen, so war ersichtlich, haben natürlich auch Besucher der Inseln weitere Schilder hinzugefügt, sodass man auch Städte aus vielen anderen Ländern darauf findet.


    Über eine schmalen Landstrich fahren wir dann auf einer Schotterstraße nach Gypsy Cove. Als erstes sticht uns auf dem Parkplatz ein ausrangierter Bus ins Auge, Teatime gefällig im „Coach Tee Room“? Von hier aus laufen wir dann vor zur Küste. Vorbei an bunt blühenden niedrigen Blumen, Gestrüpp und knallgelbem Ginster, der einen Honigduft verbreitet, der uns fast berauscht. Der Weg, gezäunt von Stacheldraht und Hinweisschildern, ist auch ein Teil der Geschichte der Falklandinseln– immer noch liegen Minen herum. Es ist strengstens verboten, abseits der Wege zu laufen. Dann tut sich vor uns diese unsagbar schöne Bucht auf, der weiße Sandstrand leuchtet nur so und das Wasser in einer Farbe, die uns an die Karibik erinnert und mitten drin – die Magellanpinguine. Sie stehen an der Wasserlinie, gemeinsam mit den Wasservögeln. In der Ferne können wir von einer Felsnase aus die Cara sehen. Mit viel Glück kann man hier auch die Commerson's Delphine sehen, wir sahen keinen – schade. Aber nicht nur am Wasser sehen wir die Pinguine, auch im Gestrüpp laufen sie herum und schauen uns neugierig an. Wir können uns gar nicht sattsehen an dieser Landschaft hier und die Luft, so frisch und voller Duft. (Mein Gedanke zu der Bucht: „hätte ich einen Bikini drunter an, ich würde mich ausziehen, vor der Bucht fotografieren lassen und dann zu Hause erzählen – wir haben noch einen Abstecher in die Karibik gemacht. Die Pinguine dort am Strand sind aus Plastik!“ Mein Mann lacht darüber und meint, „du hättest dann aber Gänsehaut auf dem Foto“) Als ich Ellen frage, ob man hier denn auch im falkländischen Sommer badet, lacht sie herzhaft und sagt: „my dear, to cold“. Man kann, wenn man möchte, diese Tour auch zu Fuß machen von Port Stanley aus, hin und zurück 12 km. Ich bin froh, dass wir mit dem Bus gefahren sind.


    Wieder in Richtung Stanley kommen wir am Wrack der „Lady Elisabeth“ vorbei. 1879 lief dieser mit seinen drei gusseisernen Masten versehene Segler in Sunderland vom Stapel und kam 1913 schwerbeschädigt durch die Felsen im Berkeley Sound in Stanley an. Lange wurde das Schiff noch als Lagerraum genutzt, bis es von seinen Bojen losbrach und zur jetzigen Stelle getrieben wurde. Über den Verbindungsweg geht es zurück in Richtung City zum Britannia House, dem Falklandmuseum. Wir schauen uns die Außenanlagen an und verzichten auf den Besuch, die Zeit treibt uns. Ellen verabschiedet sich und wir haben die Tour mit ihr sehr genossen.


    Entlang der Roos Road reiht sich eine Sehenswürdigkeit an die andere. Vorbei am Jhelum Shipwreck, auf dem sich Vögel niederlassen haben, geht es zum Battle Memorial. Dies Mahnmal erinnert an die Seegefechte vom 8. Dezember 1914 zwischen der britischen und deutschen Flotte in den Gewässern rund um die Falklandinseln herum. Geschichte, egal wohin wir laufen. Das Haus und Büro des Gouverneurs stammt aus der Zeit um 1840 herum, sehr schön anzusehen. Überhaupt sehen wir viele typische Landhäuser der Kolonialisten. Diese Landhäuser mit ihren Wellblechdächern und bunten Fassaden passen in diese Landschaft. Natürlich haben wir auch das einzigste Backsteingebäude auf der Insel gesehen, das Stanley Cottage. Und überall wehen die britischen Flaggen im Wind.


    Ein wahres Schmuckstück ist die Christ Church Kathedrale. Es ist die südlichste anglikanische Kathedrale der Welt. In ihrer Schlichtheit, mit den bunten Glasfenstern und dem hölzernen Kirchenschiff, strahlt diese Kathedrale wirklich was besonderes aus. Auf dem Vorplatz steht der berühmte Bogen aus Walknochen. Es sind die Kieferknochen von zwei Blauwalen, die 1933 zu diesem Denkmal zusammengefügt wurden. Gerade noch sehen wir, wie junge Leute technische Geräte und Musikinstrumente in die Kirche bringen. Zum 90. Geburtstag der britischen Legion soll hier am 7. Dezember ein Konzert stattfinden. Auch die Post und die Andenkenshops haben wir uns angesehen. Pinguine, wohin man schaut, in den Schaufenstern, auf den Postkarten, Briefmarken und sogar eine Pinguine-News gibt es hier. Was da wohl drin steht? In den Souvenir-Shops gibt es zum Teil recht nette Mützen, die aus Falklandwolle gefilzt werden. Wenn der Wind bläst, wie bei unserem Besuch, kann man so eine Kopfbedeckung sicher gut gebrauchen. Das Wetter ändert sich hier sehr schnell, Sonne, Wolken, Wind und zwischen drin Regenschauer. Erwähnen möchte ich noch, es gibt sie auch auf den Falklandinseln, die schönen roten Telefonzellen. Dort kann man mit Telefonkarten ins Ausland telefonieren. Handyempfang ist nur begrenzt möglich, eigentlich nur in einem Teil der Ost-Falklandinseln. Dies ist wichtig zu wissen, für die Reisenden, die per Mietwagen unterwegs sind. Für alle Touristen, die per Wi-Fi ins Internet wollen, stehen Hotspots in der Stadt zur Verfügung.


    Der Ort ist so ziemlich schnell erkundet, von Roos Road West bis Roos Road East ist man bald gelaufen, man sieht alles, was man gesehen haben muss und so warten wir, vom englischen Flair angehaucht, auf unser Tenderboot, das uns wieder zur Cara bringt. Schade, für Fish and Chips hatten wir keine Zeit mehr. Ein Pupbesuch wäre auch nett gewesen. Naja, dafür haben wir viel gesehen.


    Auf dem Schiff warten die Crewmitglieder mit frisch geshakten Cocktails auf uns, aber so richtig warm machen die nicht – meint mein Mann und eine ganz nette Mitreisende auch. Unsere Cara lichtet den Anker und langsam verschwinden die sanften Hügel der Falklandinseln im Dunst. „Reise zum Mittelpunkt der Erde“ hieß die wilde Expedition von Axel, seinem Onkel dem Professor, dem Isländer Hans und Axel's Verlobter, der Gretel. Ein gesanglich und farbenprächtiges Musikspektakel verzauberte uns am Abend und erinnerte an die Reise von Jules Verne. Eine Stunde später in der AIDA-Bar, „Crew meets Band“, ein beliebter Programmpunkt auf fast jeder Reise. Von der Küche bis Housekeeping, wer singen möchte – kann zeigen, was er kann. Nach Zugaben und dem Abgesang des musikalischen Direktors, der uns mit seinem „Hey Jude“ fast heiser singen ließ, fand dieser Tagen einen gekonnten Abschluss.


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…gCMLgsdD4rqLQdA


    Dienstag, 6. Dezember, Seetag - Nikolaustag
    leicht bewölkt, 12 Grad, nächste Etappe 1935 Kilometer bis Montevideo


    Ausschlafen, gemütlich Frühstücken, Sport treiben, lesen, Fotos anschauen, Erinnerungen austauschen, Shopbummel machen (dabei kam der Nikolaus für mich vorbei), Vortrag über Uruguay hören und sehen und immer wieder auf das Meer hinaus schauen – das ist unser heutiges Tagesprogramm bis zum Abendessen. Erwähnenswert ist die Kunst(ver)führung durch Frau Brettschneider (die hatten wir ja schon im Restaurant gesehen). Sie erklärte in einer blumigen Sprache die einzelnen Kunstwerke, die die Wände der Cara schmücken, aber auch die schönen Mosaiksäulen in der AIDA-Bar. Ich hatte wirklich Tränen in den Augen, die Frau war umwerfend komisch. Danach schnell noch umziehen und ins Theater. Zackig geht es zu bei der Show „Zack Zack“. Ein witziger Wettbewerb, Passagiere treten gegeneinander an und müssen beweisen, wie pfiffig und schnell sie sein können. Das Show-Ensemble spickte diese Show mit musikalischen Einlagen und sorgt mit allerhand Späßen für eine kurzweilige Unterhaltung. 22.30 Uhr ist angezapft in der AIDA-Bar – es gibt das legendäre Alpenglühen. Brezen und Herzl zeigen, mir san in Bayern! Die AIDA-Bar gefüllt wie lange nicht mehr, die Luft geschwängert vom Duft der Schmalz- und Schinkenbrote und des gezapften Bieres. Es wird gesungen und geschunkelt, mit Maßkrügen angestoßen und getanzt, bis hin zur Riesch-Ratsch-Polka, die Erika und ich aufs Parkett legten. Zielsicher und schlagkräftig musste man sein, um den Nagel auf den Kopf zu treffen. Derjenige, der den Nagel vollends in den Holzbock klopfte, zahlt die Runde. Ein lustiger Spaß, nicht nur für die Burschen. Nein nein, auch Maderln können ordentlich draufhauen. Uffz, das war dann doch spät, als wir endlich im Bett lagen.


    Dienstag, 7. Dezember, letzter Seetag
    bewölkt, 14 Grad, nächste Etappe bis Montevideo


    Morgens ist es immer noch leicht diesig, aber es wird wärmer. Mein Frühstück fällt mager aus, ich gehe heute wieder zu Rico Marter in die Rossini-Küche. Aber eine kleine Grundlage habe ich mir schon gegönnt, denn ein Empfangssekt auf nüchternen Magen, das kann nicht gut gehen. Ich schau mich auf dem Schiff um, mache ein paar Fotos und trauen meinen Augen nicht. Wir haben gegenüber dem Theater vor den Toiletten eine Toilettenfrau und einen Toilettenmann sitzen, so richtig mit kleinem Tischchen, Klorolle und Porzellanteller für die Münzen. Ach, denke ich, gehste noch mal. Nachher beim Koch verpasse ich vielleicht was. Oha, die nette alte Dame vor der Tür reißt ein Stück Toilettenpapier ab und will es mir in die Hand drücken. Wie, frage ich, das soll für mich sein? Das ginge wohl zu weit, meine ich. Ich nehme doch kein Papier, das jemand Fremdes angefasst hat. Sie schaut mich grimmig an und ich darf mein Papierblättchen selbst abreißen. Als ich im Vorraum bin, muss ich doch nicht. Wasche meine Hände und werfe das Klopapier in den Papierkorb. Beim verlassen der Toilette will ich mich hinter dem Tisch wegschleichen und ernte wieder einen bösen Blick. Sage ich der Toilettenfrau, ich hätte doch nichts gemacht, raunzt sie mich doch an, wo ich dann das Papier gelassen hätte. Ich flunkere und sage, ins Klo geschmissen. Na, das ginge ja wohl zu weit zetert sie, diese Ressourcenverschwendung, nichts machen und dann Papier wegspülen. Ach, das eine nette Begegnung und andere Reisende hatten auch ihren Spaß daran, sie warteten auf die Öffnung des Theaters zum Vortrag vom Lektor Brüggemann.


    Elf Uhr, Gourmet-Restaurant Rossini. Eine kleiner Gruppe hat sich zusammengefunden, um Rico Marter beim zaubern eines Menüs über die Schulter zu schauen. Auf dem Programm: Rindercarpaccio mit Senfvinaigrette und Parmesan, gespicktes Wolfsbarschfilet auf Blumenkohlpürree und Champagnersoße, Creme brulee. Beim Carpacchio konnte schon mal jeder beweisen, ob der das Stück Filet schön dünn klopfen kann. Auch beim gratinieren der leckeren Nachspeise durften wir zeigen, ob wir es schaffen, den Zucker zu schmelzen und nicht zu verbrennen. Dieses Menü war ein Gedicht, wir haben natürlich wieder alle Gänge verspeist und viele nützliche Tipps mitgenommen.


    Am Nachmittag kam die Sonne leicht durch und man konnte schon wieder ohne Winterjacke draußen auf dem Deck herumspazieren. Das Wasser ohne jede Aufregung, sprich Wellen. Der Abend klang für uns mit Livemusik des Aftertea-Trios aus. Die letzten Tage haben uns irgendwie geschafft und endlich geht es mal früh ins Bett.


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…gCOCt8sD0nr6jPg


    Dienstag, 8. Dezember, Montevideo/Uruguay
    sonnig, 20 Grad, nächste Etappe bis Buenos Aires, 257 Kilometer


    Gut, dass wir mal früh ins Bett gegangen sind, denn unser Ausflug Montevideo Stadtrundfahrt und kleine Reise mit Dampfzug begann bereits um 8.45 Uhr. Die Sonne scheint und so steigen wir erwartungsvoll in den Bus. Unsere Reiseleiterin entpuppte sich leider zu einer Rednerin mit großen sprachlichen Pausen und so bedauerten wir, dass wir eigentlich so wenig über diese so schöne Stadt erfuhren. Sie sprach zwar deutsch und wenn sie nicht mehr weiter wusste kam der Standardsatz: „es funktioniert sehr gut oder es ist sehr wunderschön“. Wir haben uns geistig ausgeklinkt und genossen einfach die Fahrt durch die Stadt, vorbei an imposanten Gebäuden.


    Montevideo, die größte Stadt Uruguays mit rund 1,4 Millionen Einwohnern, ist gleichzeitig auch die Hauptstadt dieses Landes. Erster Haltepunkt, der Plaza Independica, Platz der Unabhängigkeit. In der Mitte ein riesiges Reiterstandbild, das den Nationalhelden Jose Gervasio Artigas zeigt. Ich komme mir richtig klein vor, als ich davor stehe. Unterhalb des Denkmals ist ein Mausoleum, in dem sich die sterblichen Überreste dieses Helden befinden. Das Teatro Solis (benannt nach dem Entdecker des Rio Platas) ein protziges Gebäude säumt den Platz, ebenso wie der neue Justizpalast . Der 100 Meter hohe, (einstmals höchstes Gebäude Südamerikas im Stil der Zuckerbäckerei errichtet) ist der Palacio Salvo; erbaut im Jahre 1925. Gut gefallen haben mir die verglasten Fronten einiger Gebäude, schöne Spiegeleffekte. Riesige türkisfarbene Glasfassaden und an einem Gebäude bestückt mit vielen Klimaanlagen, die wie Vogelnester an der Front kleben. Vorbei an verschiedenen Parkanlagen mit beeindruckenden Bronzefiguren fuhren wir durch ein Villenviertel und kamen zur berühmten Rambla. Diese 22 Kilometer lange Promenade, entlang des Rio Platas ist ein zentraler Mittelpunkt – Strände auf der einen Seite und Villen, Bürogebäude, Hotels und Geschäfte säumen diese Straße auf der anderen Seite. Jogger, Hunde, Fahrräder, Autos, Fußgänger alles friedlich und ohne Hast im Rhythmus einer Großstadt. Eine wunderschöne Skulptur in einem Brunnen war zu sehen. Ich bedaure an dieser Stelle wirklich, dass ich nicht 100 mal nachgefragt habe, was wo ist. So habe ich nur die Fotos, aber vielleicht geben die mehr wieder, als 1000 Worte. Beeindruckt waren wir vom Parlamentsgebäude Uruguays. Ein Gebäudekomplex, einfach überwältigend. Man steht davor, sieht die breite Treppe hinauf, erblickt die hohen Säulen und dann die Marmorverkleidungen. Das im neoklassizistischen Stil errichtete Gebäude entstand in der Zeit ab Juli 1905 mit der Grundsteinlegung und wurde am 25. August 1925 eingeweiht. Genau an dem Tag war auch der 100. Jahrestag der Unabhängigkeitserklärung Uruguays. Streng bewacht betrachten wir die riesigen Gemälde im Eingangsbereich und natürlich auch die erste Verfassung des Landes. Durch bunt verglaste Fenster schauen wir in den Innenhof, laufen vorbei an den Türen, die zu den Abgeordnetenkammern führen und lassen die Finger über die kühlen Marmorbänke gleiten. Alles ist riesig, die Halle, die Höhe, die gewölbte Decke mit den Verglasungen, sogar die Fahnenmasten vor dem Eingang. Von den riesigen Freitreppen geht es hinunter auf einen schön angelegten Platz. Von hier aus hat man einen guten Blick auf das Gebäude, den Torre Antel (staatliche Telefongesellschaft). Vorbei am Prado, nördlich vom Stadtzentrum, fahren wir am botanischen und japanischen Garten vorbei und sehen auch die berühmte Gedenkstatue, die die letzten Ureinwohners Uruguays darstellen, die Charrua.


    Der letzte Höhepunkt dieser Stadtrundfahrt ist die Fahrt mit einer historischen Eisenbahn. Der Verein AUAR, Asociación Uruguaya Amigos del Riel, betreibt einen Dampfzug, der uns von Colon aus wieder nach Montevideo bringt. Wir haben Glück, die Dampflock, die ausgefallen war, fährt wieder und so sehen und erleben wir das „Zugpferd“, die englische Beyer Peacock-Lokomotive 120 in voller Aktion. Die Lok, die von der AUAR (Vereinigung der Eisenbahnfreunde Uruguay) rekonstruiert wurde, nachdem sie bis 1990 in Betrieb war, wird bestaunt. Zwei in Holland gebaute Wagen der Marke Allen mit Platz für 192 Passagiere ergänzen den Zug und wir kommen in den Genuss, ein wenig das Gefühl zu haben – Reisen wie Anno dazumall mit Dampf und stampfenden Geräuschen und einem herrlich klingenden Tuuuuuuuuuuuuuuuut Tuuuuuuuuut. Entlang von Vorstadtsiedlungen, immer wieder mit Blick auf kleine Innenhöfe, schmale Straßen, Wasserläufe und winkender Menschen geht die Reise. Nicht verborgen bleibt uns auch die Armut, in der dort Menschen leben. Behausungen der Müllsammler fallen uns ebenso auf, wie heruntergekommene Fabrikgebäude und schlechte Straßenzustände. Eben ganz anders, wie das glänzende Stadtzentrum. Die Fahrt endet am Bahnhof Montevideo, unterhalb des Gebäudes der Telefongesellschaft. Unser Blick fällt auf das ehemalige alte nicht mehr genutzte Bahnhofgebäude, das 1897 eröffnet wurde. Die Busse warten auf uns und so geht die Fahrt zurück zum Hafen. Schnell wechsle ich den Akku meiner Kamera auf dem Schiff und wir nutzen die restliche Zeit für den Besuch der Gedenkstätte des deutschen Panzerkreuzers „Admiral Graf Spee“, der 1939 von der eigenen Mannschaft vor der Küste Uruguays selbst in die Luft gesprengt wurde. Wie auf einer Infotafel zu lesen war, durfte der Kreuzer nach einem Befehl der deutschen Seekriegsleitung dem Gegner England nicht in die Hände fallen. Die Graf Spee lieferte sich ein erbittertes Gefecht mit drei britischen Kreuzern und war, schwer geschädigt, letztendlich in den neutralen Hafen von Montevideo geflüchtet. Bis heute ist das Wrack nicht geborgen, lediglich der Anker ist im Hafenbereich an der Gedenkstätte zu besichtigen. Dieser Bereich im Hafen ist nicht öffentlich zugänglich und so können eigentlich nur die Passagiere der Kreuzfahrtschiffe diese historische Stätte besuchen.


    Nach so viel Geschichte besuchen wir noch einen sogenannten „Freßtempel“, die berühmte Markthalle von Montevideo. Schon von weitem riecht man es und so langsam kommt Hunger auf. In der Halle selbst unzählige kleine Grillstände, wo Würste, Schinken, Steaks und saftige Kinderfilets gebrutzelt werden. Also wenn wir schon hier sind, lassen wir uns gerne überreden, ein Rinderlomo zu essen. Ehrlich, man muss es probiert haben, zartrosa und butterweich, nur etwas gewürzt lassen wir uns dieses Stück Rindfleisch schmecken und müssen uns dann noch sputen, rechtzeitig an Bord zu sein. Die Cara legt um 16 Uhr ab und so bleibt uns noch ein letzter Blick zurück auf diese wunderschöne Stadt am Rio de la Plata. Die Fahrrinne ist schmal und so geht es ganz langsam vorwärts in Richtung Buenos Aires.


    Wir haben noch Zeit, unsere Koffer zu packen und uns frisch zu machen für den letzten Abend an Bord. Im Calypso genießen wir die leckeren Speisen, meine geliebten Hummerschwänze habe ich vermisst und auf Nachfrage erfuhr ich, in Südamerika darf AIDA keine Krustentiere einführen. Na ja, es gab dafür Kaviar zum satt werden. Verschiedenen Sorte, dazu frische Kartoffelpuffer, Creme fraiche und fein geschnittene Zwiebelchen. Als Nachtisch die Obstauswahl, eine riesige Eisbombe und die glänzende Schokoladentorte mit den süßen Marzipanpinguinen. Die Küche war wieder sehr kreativ gewesen, großes Lob. Ein letztes Mal trafen wir uns mit den neugewonnenen AIDA-Freunden zum Abschiedssekt, tauschten Adressen aus und packten nach Mitternacht noch den Koffer fertig, damit er pünktlich um 1.30 Uhr vor der Kabinentür stehen konnte.


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…gCMz_i5fHx9zHZQ


    Mittwoch, 9. Dezember, Buenos Aires/Argentinien


    Wir sind am Ausgangspunkt unser Reise vor fast zwei Wochen eingetroffen. Das Wetter, einfach super. Sonnenschein und blauer Himmel, da fällt es schon schwer, abzureisen. Nach einem schnellen Frühstück stehen wir noch auf dem hinteren Deck und lassen unseren Blick schweifen, über die Stadt, die wir leider nicht besichtigen konnten. Die wir nur im Dunkeln bei unserer Anreise gesehen haben. Um 8 Uhr stehen wir unten an der Gangway, schauen zur Cara rauf und denken „mach's gut, du Kleine“. Mit dem Bus geht es zum Terminal, Koffer einsammeln und ab in Richtung Flughafen. Die Route führt durch die Stadt und so können wir doch einen kleinen Eindruck bekommen, Bauwerke erkennen, die sicher sehenswert sind und schon bald sind wir am Flughafen. Zeit genug, noch einen Kaffee zu trinken; einen Weihnachtsbaum zu fotografieren und dann heißt es schon, bitte anschnallen.


    Der Flug verlief ruhig und es gab eine Zwischenlandung in Salvador. Sicher auch eine tolle Gegend, zumindest das, was ich von oben gesehen habe. Pech hatten wir nur mit unserem Sitzplatz. Zwar genügend Platz für die Füße, weil am Notausstieg, aber arktische Zustände. An der Innenwand des Fliegers gefror über meinem Kopf das Kondenswasser und an der Innenseite des Notausstiegs bildeten sich langsam Eiskristalle. Zwei Decken, eine Steppjacke und eine selbstgebastelte Mütze halfen mir, die Zeit des langen Fluges zu überstehen. Meine Nase kalt, mein Mann mit meinem Schal um den Kopf, träumten wir von einem warmen Ort, vielleicht Buenos Aires, wo wir gerade herkamen? Wir sind gut zuhause angekommen – hatten allerdings nach dem Flug beide eine ordentliche Erkältung. Aber all die Dinge, die nicht so optimal gelaufen sind, haben die schöne Erinnerung an die unvergessliche Zeit in Südamerika nicht schmälern können.


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…CPLWo7mqhOC0kAE


    Ein Traum ging für meinen Mann in Erfüllung, einmal das Kap Horn umrunden. Ich freue mich für ihn und für mich war diese Reise wieder einmal die Möglichkeit, die Welt durch die „Linse“ zu sehen und viele Eindrücke des fremden Kontinents mit nach Europa zu nehmen. Danke AIDA, ohne Sie hätten wir diese Reise wohl nie gemacht und wir hoffen, dass wir noch einige Ziele finden, die wir gerne erkunden wollen.


    Aber eine gelungene Reise ist wie ein gutes Essen und ohne richtige Zutaten wird es nie munden und so hat der Kapitän und die gesamte AIDA-Crew mit dazu beigetragen, dass die Reise viele unvergessliche Momente beinhaltet. Wir haben interessante und liebenswerte Menschen getroffen, viele nachhaltige Gespräche geführt, neue Freundschaften geknüpft, Pannen überstanden, 2500 Fotos mitgebracht und einen Teil der Erinnerungen nun mit Euch, den Lesern geteilt.


    AIDA-sehen ...
    Perlenfee und ihr Heinz, der unendlich viel Geduld aufgebracht hat, wenn ich fotografiere und meine Berichte schreibe.


    Auch hier wieder die Anmerkung: Schreibfehler bitte entschuldigen, aber es gibt vor Weihnachten noch so viel zu tun :)

  • Pizza mit Draht

    • perlenfee
    • 22. Dezember 2011 um 15:38

    Schon schlimm, wenn man so was verschluckt. Egal, ob auf dem Schiff oder sonst wo.

    Aber ich muss ehrlich sagen, wenn das einem Kind passiert wäre, hätte es sicher ein Geheule ohne Ende gegeben. Kinder können oft nicht sagen, was ihnen genau weh tut.

    Ärgerlich für die Dame, ist mit gar nichts zu entschuldigen. Der Ausgleich hätte schneller kommen müssen und nun ist alles öffentlich geworden. Schlechte Werbung für AIDA.


    Perlenfee :hunger: , ich werde weiterhin auf jedem Schiff essen, was angeboten wird und bau einfach drauf, alles ist verdaubar.

  • 25.11. bis 9.12.2011 Südamerika-Tour 3 und Seno Garibaldi - et al

    • perlenfee
    • 21. Dezember 2011 um 18:57
    Zitat von Cäsar1970

    Hi, sind ab morgen auf der Cara - Weihnachten / Silvesterreise ! :) Kurze Frage, vielleicht kann sie mir ja einer bis morgen gegen 10 noch beantworten. Gab / gibt es auf der Südamerikatour eine Hüttenparty, also Alpenglühen ??? Wenn ja, bitte bitte bitte kurz reinschreiben!!!!

    Euch einen guten Rutsch ins Jahr 2012 :stossen:

    Natürlich gab es Alpenglüüühn!!! Also Lederhose und Dirndl einpacken!!! Und schon mal Maßstemmen üben, grins.

    Perlenfee

  • 25.11. bis 9.12.2011 Südamerika-Tour 3 und Seno Garibaldi - et al

    • perlenfee
    • 21. Dezember 2011 um 16:16

    In der Annahme, AIDA regelt die Angelegenheit mit Condor - wurde mir so gesagt -, erfahre ich heute, dass ich mich wegen dem Ausgleich nach EU-Verordnung direkt bei Condor anmelden muss!!

    Habe heute eine Ausgleichsleistung von AIDA erhalten, aber nur für den Part, den AIDA zahlt - nicht der Condor-Anteil

    Nun habe ich heute bei Condor meine Ansprüche laut e-mail angemeldet. Mal sehen, wie es nun weitergeht!


    Perlenfee

  • Südamerika 24.11. bis 9.12.2011, Teil 1

    • perlenfee
    • 16. Dezember 2011 um 09:08

    Südamerika,
    ein Kontinent voller Kontraste


    Eine
    Reise in eine andere Welt, eine Reise ans Ende der Welt, eine Reise
    in verschiedene Klimazonen – eine Reise, die wir sicher so schnell
    nicht vergessen werden.


    Also
    wenn ich an Südamerika gedacht habe, hatte ich natürlich vor Augen:
    Karneval in Rio, Maradonna der Held des Fußballs, spuckende Vulkane
    an der Küste, Indios, Regenwald, Rindfleisch und argentinischer
    Rotwein– aber an Pinguine und Gletscher, so was wäre mir nicht in
    den Sinn gekommen. Mein Mann hatte einen heimlichen Traum, einmal im
    Leben Kap Horn umrunden. Und so dachte ich immer, wenn AIDA dort
    kreuzt, wird es so was, wie eine Badetour. Erst beim näheren
    hinsehen sah ich, die fahren ja um das Kap Horn und ist es ja kalt
    dort und da gibt es Pinguine, Orkas, Wale, Gletscher und hohe Wellen
    und ganz viel Wind.


    Mein
    letzter AIDA-Urlaub lag schon eine ganze Weile zurück, zwei Wochen
    vor Antritt der Reise war ich erst mit meiner Mutti vom Roten Meer
    zurück, grins. Und mein Mann wollte doch so gerne auch wieder eine
    Reise mit mir auf einem AIDA-Schiff machen. Aber wohin, die Frage.
    Also waren wir fleißig auf der Suche und so stießen im Juni bei
    JUST-ADIA auf das Glücksspiel Südostasien oder Südamerika. Wir
    waren uns einig, Südamerika ist unser Favorit, aber wenn es
    Südostasien werden wird, wir fahren auf jeden Fall. Und? Wir hatten
    Glück: Südamerika vom 24.11. bis 9.12.2011.


    Wichtige
    Entscheidungen waren zu fällen, was nehmen wir mit, damit wir nicht
    frieren und wo und wie warm wird es sein. Ob ich noch eine neue
    Camera kaufe ode nicht. Doch ja, sie wurde gekauft. 20 kg Gepäck pro
    Person für 2 Wochen, für mich als Frau schier undenkbar,
    Wanderschuhe, Schuhe für den Abend, Schuhe für die Strandpromenade,
    Badelatschen und und … Da, wo ich mehr einpackte, packte ich für
    meinen Mann wieder heimlich aus und so hatten wir am Ende genau
    zusammen 39,5 kg!


    [Blockierte Grafik: http://img4.fotos-hochladen.net/uploads/img00241jpogf3u6q.jpg]


    (November 2010 habe ich diesen Pinguin gemalt und hätte nie gedacht, sie mal in der Wildnis zu sehen)


    Abreise
    Frankfurt: erster Versuch am 24.11. und zweiter Versuch am 25.11.2011


    Wenn
    einer bzw. zwei eine Reise machen, können sie was erzählen. Und so
    fing unsere Reise am 24.11. eigentlich ganz gemütlich an. Mit dem
    Zug nach Frankfurt, so rechtzeitig, dass der ICE hätte mindestens
    zwei Stunden Verspätung(inzwischen hasse ich dieses Wort,
    grrrrrrrrr) hätte haben können. Um 21 Uhr am Gate trafen wir schon
    die ersten Fans aus dem AIDA-Forum und alle waren wir voll freudiger
    Erwartung: morgen Mittag sind wir auf der CARA– Buenos Aires sehen,
    südamerikanischen Feeling spüren. Was dann kam, war mehr als
    ärgerlich. Verspäteter Check-In, die Maschine rollt zu spät los
    und wie geht des Sprichwort? Wer zu spät kommt, den bestraft das
    Leben. Beim Leben, ich hielt es nicht aus: Wir durften wegen dem
    Nachtflugverbot in Frankfurt ab 23 Uhr nicht mehr starten. Chaotische
    Zustände anschließend und so lagen mein Mann und ich, ohne
    Zahnbürste und Gepäck um 2 Uhr morgens im Sheraton-Hotel im Bett
    und waren doch etwas leicht säuerlich und die anderen Passagiere der
    Maschine sicherlich auch. Kurzum, der Flieger startete am nächsten
    Morgen so um 10 Uhr und mit einem Zwischenstopp in Recife landeten
    wir dann am 25.11. kurz vor Mitternacht in Buenos Aires. Was hatten
    wir uns auf diese Stadt gefreut – da war nun nichts mehr „buenos
    dias argentina“, es war dunkel und warm. Eine Bombendrohung am
    Airport hat uns dann noch den Rest gegeben. Aber wie gesagt, jeder
    Albtraum hat einmal ein Ende und um 2 Uhr standen wir nach einem
    guten Mitternachtsimbiss an Bord an der Reeling, endlich angekommen.
    Das argentinische Abendessen und die Tangoshow haben wir wohl
    verpasst, schade. Wir hatten einen traumhaften Transfer vom Airport
    zum Hafen, Buenos Aires by night, tolle Fotos gemacht und der Bus kam
    schnell durch. Obwohl wir Hundemüde waren, harrten wir aus, bis zum
    ersten Sail away, das kam um 3.25 Uhr und dann endlich, schlafen.
    Wegen Ersatzansprüche denken wir morgen nach, war mein letzter
    Gedanke und ja nicht verschlafen, Seenotrettungsübung morgen früh.


    Samstag,
    26. November, 1. Seetag – auf dem Weg nach Puerto Mandryn,
    Argentinien

    sonnig,
    25 Grad, Erste Etappe 1563 Kilometer


    Die
    Nacht war kurz, das Frühstück nicht so wirklich entspannt, weil wir
    ja noch so müde waren und dann schon um 10 Uhr die
    Seenotrettungsübung. Danach Koffer weiter auspacken und ins Rossini,
    die Tischreservierung bestätigen lassen und ich habe mich dann zu
    einem Kochkurs mit Rico Marter angemeldet. Alles abgearbeitet und
    dann ab aufs Deck, herrlich warm und eine leichte Brise ist zu
    spüren. Sommerwetter im November, wie traumhaft. Aber Vorsicht, wer
    sich da nicht mit genügend Sonnenschutz eingerieben, der sah dann am
    Abend aus wie eine hochreife Tomate. Viele vergessen, die Sonne
    scheint dort einfach intensiver. Die Sonne tat meinem Kreuz gut, ich
    hatte mir vor der Reise einen Nerv eingeklemmt und war noch nicht
    wieder ganz fit. Abends saßen wir dann im Calypso-Restaurant und
    ließen uns das argentinische Angebot schmecken. Danach ins Theater
    zur Vorstellung von Kapitän Mey und seinen Offizieren und im
    Anschluss dann noch die Welcome-Show „Leinen los“. Schon eine
    Umstellung für uns, bisher waren wir ja immer mit den großen jungen
    Schwestern der kleinen Cara unterwegs, auf denen sieht das Theater
    eben nicht wie ein Theater aus. Ich muss sagen, auf der Cara gefiel
    es mir, klein und überschaubar. Der Tag klang für uns an der
    AIDA-Bar aus mit ein paar netten „Mädels“ und einem Ehepaar, die
    mit uns im Flieger gesessen haben.


    Sonntag,
    27. November 2. Seetag – auf dem Weg nach Puerto Mandryn

    sonnig,
    21 Grad sollte es sein – der Morgen war diesig, Regen bis
    Nachmittag


    Ich
    lasse meinen gestressten Rücken massieren und spüre den leichten
    Seegang. Auf den Wellen kleine Schaumkronen – alles im grünen
    Bereich. Ach, es ist ja Adventssonntag, In der Lambada-Bar ertönen
    Adventslieder aus aller Herren Länder. Abends dann das „Kleine
    Schwarze“ angezogen und gepflegt im Rossini gespeist. Ich hatte
    mich so auf 5 Gänge fixiert. Der nette Kellner, der die Bestellung
    annahm, schaute mich ungläubig an. Ich frage ihn, ob ich denn davon
    satt werde? Er sagte nur: „den fünften Gang würde ich ihnen für
    morgen empfehlen!“ Recht hatte er, die vier Gänge haben mich sowas
    von gesättigt, dass ein Dessert nur noch in Form eines Expresso mit
    Pralinen reinpaßte. Auch mein Mann schien satt zu sein – er sah
    sehr zufrieden aus. Denke ich an das Rindercarpaccio mit
    Trüffel-Vinaigrette und das zarte Ringerfilet, läuft mir gleich das
    Wasser im Munde zusammen. Kurzer Verdauungsspaziergang auf der
    Deckpromenade und ein kleiner Absacker in der Aida-Bar schlossen
    diesen Tag für uns ab. Leider haben wir die fantastische Michael
    Jackson-Show wegen dem Essen im Rossini verpasst, soll toll gewesen
    sein. Na ja, man kann nur an einem Ort sein.


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…CN32upqBuo-8xQE


    Montag,
    28. November Puerto Mandryn/Argentinien

    sonnig,
    21 Grad, nächste Etappe 1411 Kilometer nach Punta Arenas, Chile


    Strahlend
    blauer Himmel am Morgen und dann sahen wir sie, die kleinen Pinguine.
    Sie schwammen im Hafenbecken aufgeregt um die Cara herum. Puerto
    Mandryn gehört zur Region Chubut in Patagonien und ist die
    Hauptstadt des Departements Biedma. Die Stadt mit ihren 70.000
    Einwohnern liegt am Golfo Nuevo, einer natürlichen Meeresbucht und
    nicht, wie man denkt, direkt am Südatlantik. Der Brasilstrom sorgt
    dafür, dass das Wasser dort eine angenehme Badetemperatur hat und
    haben die Badefreudigen haben rund 30 Kilometer Strand zur Verfügung
    und auch Taucher kommen dort voll auf ihre Kosten. Unweit von dort
    entfernt liegt die Halbinsel Valdés, seit 1999 UNESCO-Weltnaturerbe.
    Und dort wollen wir hin, mit unserem gebuchten Ausflug „Halbinsel
    Valdes“. Im Hafenbecken gibt es einen gewaltigen Tiedenhub mit 5
    Meter Unterschied. Und so kann es sein, Ausgang ist auf Deck 3 oder
    Deck 5 oder 6. Wir hatten Ebbe, also Deck 3. Im Bus hatten wir eine
    nette englischesprechende Reiseleiterin und unseren Bordlektor Axel
    Brüggemann dabei. Er hat uns während der gesamten Reise immer
    wieder mit seinen interessanten Vorträgen in den Bann gezogen. Wir
    verlassen Puerto Mandryn und machen uns auf die Tour über einen
    schmalen Landstreifen zur Peninsula Valdes. Rechts der Golfo San
    Jose, links der Golfo Nuevo. Wir sehen eine spärlich Vegetation,
    niedrige Büsche, Pampasgrau und windzersauste kleine Bäume. Glück
    hätten wir, meinte die Reiseleiterin: „Vor drei Tagen hatten wir
    hier soviel Aschestaub durch den Vulkanausbruch, dass man hier
    wirklich keine Sicht hatte und nun hat der Wind gedreht und man kann
    weit schauen!“ Die Halbinsel Valdes hat insgesamt 400 Kilometer
    Küstenlinie und ist ein wahres Tierparadies. Wir sahen die kleinen
    schwarz-weißen Magellan-Pinguine, See-Elefanten, See-Kühe und sogar
    einen Orca. Überhaupt sind Tiere hier die Attraktion dieser
    Halbinsel. Unterwegs entdeckten wir weidende Schafe, Nandus standen
    zwischen dem Gestrüpp und die frei lebenden Lamas, Guanakos genannt,
    sprangen über die Straße. Auch Maras, patagonische Hasen haben wir
    gesehen. Einige haben sogar ein Gürteltier gesichtet. Alle diese
    Tiere können hier auf dieser Insel leben, ohne dass der Mensch hier
    irgendwie eine große Rolle spielt. Es gibt nur ein kleines Örtchen,
    Namens Puerto Piramides mit 350 Einwohnern und zwar gleich nach der
    Einfahrt in dieser Reservat. Auf der unbefestigten Schotterstraße
    fuhren wir zu den Buchten, in denen wir die Pinguine und
    See-Elefanten beobachten konnten. Es war warm und so lagen die Tiere
    träg am Strand und wir hatten genügend Zeit sie zu bestaunen. Ist
    doch anders, wie im Zoo – die Tiere am Wasserrand zu beobachten,
    wie sie langsam ins Wasser gleiten und dann plötzlich schnell und
    wendig werden. Sich drehen, untertauchen und sich von den Wellen
    tragen lassen. Aus der Ferne sah die Vegetation etwas dürftig aus,
    aber aus nächster Nähe entdeckte ich Flechten und Moose
    unterschiedlichster Farbe, kleine blühende Büsche und Pampasgras,
    das sich leicht im Wind bog. Mein Mann und ich waren sehr beeindruckt
    von diesem Flecken Erde. Interessant war, man darf keine Lebensmittel
    mit in diesem riesigen Park bringen, denn es gibt keine
    Müllentsorgung dort. Natürlich herrscht auch strengstes
    Rauchverbot. Es gab ein einzige Stelle, wo unsere Mitfahrer eine
    Raucherpause einlegen durften: auf einem Parkplatz vor einem Hotel,
    auf dem Hotelkomplex war rauchen dann wieder verboten. Die Kippe
    musste mitgenommen werden. Versorgt wurden wir mit einem Lunchpaket
    und so waren wir doch gut gestärkt und der Müll blieb im Bus.
    Während der Tour erfuhren wir auch, dass die Regierung seit drei
    Jahren bemüht ist, außerhalb von Puerto Mandryn Farmen für die
    Landwirtschaft anzusiedeln. Was ein sehr schwieriges Unterfangen ist,
    denn woher das Wasser nehmen. Man benutzt sogenanntes Brackwasser
    (halb Salz-halb Süßwasser) für die Tierhaltung und für die
    alltäglichen Dinge des Lebens aber Trinkwasser muss in Tanks
    angeliefert. Aber hallo, wie gut haben wir es da, Hahn aufdrehen und
    jederzeit Wasser in Trinkqualität. Die Zeit verging wie im Flug und
    schon waren wir mit vielen Eindrücken zurück in Puerto Mandryn.
    Woher kommt der Name Mandryn? Walisische Einwanderer, die respektvoll
    mit den Ur-Patagonier,n den Tehuelche zusammenlebten, benannten die
    Stadt nach ihrem Kapitän Sir Thomas Duncombe Love Jones-Parry, dem
    Baron von Mandryn in Wales. So klein ist doch unsere Erde. Zurück an
    Bord genossen wir bei einem kleinen Cocktail, die Offiziere shakten
    mal wieder, das Deck bei sommerlichen Temperaturen. Waren im
    Marktrestaurant essen und nach einem tollen Sonnenuntergang erhellten
    Lichtblitze das Deck, die Lasershow. Upps, ich will den „Chika“
    nicht vergessen, der besorgte eine angenehme Bettschwere und nach
    solch einem ereignisreichen Tag schliefen wir tief und fest.


    Dienstag,
    29. November – 3. Seetag auf dem Weg nach Punta Arenas/Chile


    Einfach
    nur mal nichts tun, dies geht für mich fast gar nicht. Mein Mann
    genießt die Zeit an Deck und ich denke, wir könnten doch was für
    unsere gemeinsame Fitness tun! 10.30 Uhr an der AIDA-Bar, aber nicht
    Gläser stemmen, nein nein – Tanzkurs El Tiburón. Damit ich
    endlich mal die Schrittfolge begreife. Ich bin doch sonst nicht so
    begriffsstutzig. Aber wann nach rechts, nach links, nach hinten, nach
    vorne und dann hopps und drehen. Juhuuuuuuuu, es hat geklappt, Daumen
    hoch von unserer immer fröhlichen Tanzlehrerin. Uffz, mein Mann geht
    lieber ins Fitness-Studio an Bord :-(. Das hat er, so oft es ging
    natürlich genutzt.) Unsere zwei „Mädels“ nahmen uns spontan als
    Gäste mit zum Vielfahrer-Treff. Ja, hat uns gefallen. Nächstes Jahr
    sind wir auch offiziell dabei. Mit Susanne Dulle als Club Direktorin
    hat man auch bei solch einer Veranstaltung viel Spaß. Am Nachmittag
    gab es für mich „Sicherheitstraining mit der Kamera“ - Ulla
    Keienberg hat mir tatsächlich noch einige Tipps und Tricks verraten,
    wie meine Bilder noch besser werden können. Unterhaltung am Abend,
    immer ein großes Thema an Bord. Mia Pittroff, unschlagbarer
    fränkischer Zungenschlag, gewürzt mit einer Prise Ironie redete und
    sang sie in einer Art und Weise, dass wir manchmal vor Lachen einfach
    losprusten mussten. Besonders gut gefiel uns die Story mit dem
    sogenannten Brunsticket (Sanifair-Gutscheine an den
    Autobahnraststätten). Diese Frau muss man mehr als einmal gesehen
    und erlebt haben. Beifall!!!


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…gCICh19LEwJ2UNQ

    Mittwoch,
    30. November auf dem Weg nach Punta Arenas/Chile

    wechselhaftes
    Wetter, 10 Grad


    Blauer
    Himmel, aber kalter Wind. Ich nutze den Seetag und bin im Rossini zum
    Kochkurs. Der Chef de Cuisine des Rossini, Rico Marter empfängt uns
    mit einem Gläschen Sekt und verteilt als Begrüßung erst mal die
    nette „Verkleidung“ (Mantel, Haube und Schuhüberzieher), damit
    wir das kleine Heiligtum betreten können, die Küche. Es ging um das
    Fleisch. Wie erkenne ich die gute Quaität, welche Temperatur braucht
    das Fleisch im Backofen zum weiter garen, was passt dazu, wie bereite
    ich es zu, was muss weggeschnitten, wann wird gewürzt und und ….
    Prima Tips und alle Rezepte zum mitnehmen. Er bereitete für uns:
    Barbarie Entenbrust auf glaciertem Rotkraut, Lammkarree mit Minzöl
    (Geschmacksexplosion auf der Zunge), Rinderfilet mit Kräuterbutter
    und Kalbsrahmschnitzel. Alles war sowas von lecker – wir haben
    natürlich alles schön fein nacheinander serviert bekommen und bei
    einem Gläschen Wein wurde gefachsimpelt. Das Mittagessen ließ dann
    ausfallen, logisch. Als Zugabe bekam man wahlweise eine DVD mit den
    Rezepten des AIDA-Kochbuches oder eine AIDA-Kochschürze. Zwischen
    drinn sah ich, wie mittags der Lotse mit einem Boot zur Cara gebracht
    wurde. Der Einstieg vielleicht etwas schwierig, es hat leichten
    Wellengang. Am frühen Abend erreichen wir Punta Arenas. Ein
    schnelles Abendessen, das für eine ganz besondere Art der
    Belustigung sorgte. Ein Paar unterwegs auf dem Schiff, natürlich
    Schauspieler – sorgen im Speisesaal für Aufregung. Er suchte sie,
    man könnte meinen, er sei Dedektiv. Die Bilder sagen einiges darüber
    aus. Später fahren wir mit einer Sammeltaxe in die Citiy. Punta
    Arenas ist die südlichste Hafenstadt Chiles an der Magellanstraße.
    Diese Wasserstraße verbindet den Atlantik mit dem Pazifik. 120.000
    Einwohner leben hier auf etwas über 17 Quadratkilometer. Bis zur
    Antarktis ist es nicht mehr weit (ungefähr 1000 km) und was sehen
    wir in der Stadt? Blühenden Goldregen, Tulpen, Vergißmeinnicht,
    Mohn – alles bunte Frühlingsblumen. Wir laufen im dicken Anorack
    durch die Gegend und für die Einwohner ist Frühling, sie sind
    wesentlich leichter gekleidet. Am Palazo Munoz Gamero bestaunen wir
    das fast zehn Meter hoch Denkmal Ferdinand Magellans, 1520 erreichte
    Magellan mit drei anderen Schiff die Einfahrt zum heutiger
    Magellanstraße. Wobei der ursprüngliche portugiesiche Name Estreito
    de Todos os Santos (Allerheiligenstraße) war, weil die Mannschaft
    während der Durchfahrt Allerheiligen feierte. Der spanische König
    lies die Straße dann später umbenennen auf Estrecho des Magellanes.
    Gegenüber dem Denkmal die Kathedrale El Sagrado Corzon auch ein
    Besuch wert. Wir streifen durch die Straßen und steigen hoch zum
    Mirador Cerro de la Cruz. Von dort oben haben wir einen tolle Sicht
    über die Stadt, bunte Häuser stehen dicht gedränt an den Hängen
    und unten im Tal die imposanten Gebäude und der Küstenfreifen. Kurz
    überlegten wir, den bekannten Friedhof noch besichtigen – es ist
    ja nicht weit von der Zentrum aus – dachten wir. Endlich
    angekommen, waren die Pforten verschlossen. Zurück in die City
    schien uns nicht lohnend, also zu Fuß zum Schiff. Ich muss nicht
    genau beschreiben, wie lange wir unterwegs waren – aber nur eins:
    es war ein gewaltiger Fußmarsch. Belohnt wurden wir mit dem Bild,
    wie unsere CARA hell erleuchtet im Hafenbecken liegt. Zisch, machte
    es an der AIDA-Bar, dieses Bier hatten wir uns redlich erlaufen. Auf
    der Kabine sagte ich meinem Mann, „morgen lauf ich aber keinen
    Schritt mehr, die Wanderung entlang der Magellanstraße wird wohl
    nicht so anstrengend werden oder was meinst du?“


    Donnerstag, 1. Dezember Punta Arenas

    wechselhaftes
    Wetter, 11 Grad


    Ausflug
    Wanderung entlang der Magellanstraße von 8.30 bis 12.30 Uhr. Mit dem
    Bus geht es hinauf in die Berge zum Reservat Nacional Magallanes.
    Dieses Reservat wurde 1932 gegründet und hat eine Fläche von ca. 48
    Hektar. Unser Reiseleiter erzählt uns viel über die Fauna und Flora
    in diesem Gebiet. Von Moosen aller Art bis hin zu Flechten an den
    Bäumen, ich mag solche Bewachsungen und dann natürlich die
    fantastischen Blicke auf die schneebedeckten Hügel. Der Aufstieg war
    nicht so anstrengend wie ich gedacht hatte und dann landeten wir am
    Mirador Zapator Austral. Der Blick gigangtisch und dazu ein heftiger
    kalter Wind. Welch ein Glück, ich hatte mir noch ein Stirnband in
    die Tasche gesteckt. Von dort ging es dann zum Ski Center zum Hill
    Mirador, aber nicht zu Fuß sondern mit dem Bus. Kurze Kaffeepause
    bei weihnachtsliche Dekoration und dann zurück durch diese wilde
    Landschaft, entlang an Wasserfällen, frühlingsgrünen Bäumen und
    immer wieder mal der Blick frei auf die Magellanstraße. Unten in
    Punta Arenas angekommen trennten mein Mann und ich uns. Keine Angst,
    nur Ausflugsmässig. Er besuchte den Friedhof, der wohl der
    zweitschönste in Südamerika nach dem in Buenos Aires sein soll und
    ich fuhr mit 10 anderen Mitreisende zur Seno-Otway-Bucht. Wir waren
    echt gut, der Fahrer wollte einen horrenden Preis und letztendlich
    handelten wir ihn auf 20 Dollar pro Person runter, für eine Stunde
    Fahrt hin, eine Stunde warten und eine Stunde Fahrt zurück, ohne
    Eintrittsgebühr, das kam dann noch dazu! Glück hatten wir auch
    noch, wir hatten ein Frau dabei, die alles dolmetschte, was der
    spanischsprechende Fahrer uns erzählte. Schon die Fahrt dorthin, ein
    Augenschmaus. Endlose Pampa, wir sahen Nandus, einen Kormoran und
    dann endlich die süßen kleinen Magellanpinguine in ihrem
    Lebensraum. Sie lagen am Strand, tummelten sich im Wasser,
    versteckten sich in ihren Bauten, marschierten im Gänsemarsch an uns
    vorbei. Es fiel mir schwer, mich zurückzuhalten - dürfte ich einen
    wenigstens anfassen. Aber das ist strengstens verboten, ebenso die
    Tiere mit Blitz zu fotografieren. Das wird echt teuer! Auf der
    Rücktour fuhr uns der nette Taxifahrer noch zum beliebten
    Aussichtspunkt oberhalb der Stadt und dort oben, das muss man sich
    mal vorstellen, gibt es einen Wegweiser. Auf dem steht tatsächlich:
    Borussia Dortmund, eine gemalte Deutschlandflagge und 13.634 km! Kein
    Hinweis auf unsere Landeshauptstadt. Kein Wunder, wen interessiert
    dort schon deutsche Politik – Fußball, das verbindet Nationen.
    Beim Abendessen mit philippinischen Spezialitäten sah ich mir die
    Fotos an, die mein Mann auf dem Friedhof gemacht hat. Die zwei
    prächtigsten Gräber sind die der beiden Großgrundbesitzer Sara
    Braun und Jose Memendez. Inschriften in verschiedenen Sprachen hat er
    gesehen, das kurioseste war, es gab ein Sammelgrab mit der Inschrift:
    „Deutsche Kranken Kasse“ - ich möchte meine Gedanken dazu nicht
    weiter preisgeben! Ein Gedenkmal für die 5 deutschen versenkten
    Kriegsschiffe im Jahre 1914 war dort ebenfalls angelegt. Aber ich bin
    schon überrascht, aus welchen Ländern der Welt hier Menschen sich
    angesiedelt haben. Punta Arenas, eine Stadt mit vielen Gesichtern,
    eine Stadt mit interessanter Geschichte und eine sagenhafte schöne
    Landschaft, das Wasser, die Wälder, die schneebedeckten Berge, die
    Tiere – das muss man erst mal sacken lassen. Wir verlassen den
    Hafen bei einem schönen Sonnenuntergang und treffen unseren
    Reisefreundinnen und -freunde an Deck wieder. In der Nacht
    durchfuhren wir kurz den Pazifik, hinein in den Beagle-Kanal.

    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…gCOvvw8Lxv-m0eg


    Freitag, 2. Dezember auf dem Weg nach Ushuaia/Argentinien


    An
    dieser Stelle möchte ich ausdrücklich unseren Kapitän Thomas Mey
    erwähnen. Er hat uns nicht nur gut durch die Magellanstraße
    geschippert sondern uns immer informiert, wenn es spannend wurde,
    wenn es was zu sehen gab und das er mit dem Lotsen gemeinsam eine
    kleine Überraschung für uns in der Tasche hat. Abwarten, dachten
    wir. Auch der Lektor Axel Brüggemann war eine große Hilfe, die
    Geschichte der verschieden Länder kennenzulernen und uns vorab zu
    zeigen, was uns an den einzelnen Zielpunkten erwartet. Er hat
    verstanden, trockene Geschichte auf eine Art und Weise zu vermitteln,
    dass sie nie langweilig wurde. Das Theater war immer proppenvoll. Ein
    großes Gesprächsthema der vergangen Tage, das Wetter – wir hatten
    nicht nur Uuuuuuuurlaub, nein, wir hatten auch ein super Wetter!!!
    Eigentlich völlig untypisch, aber es war so. Auf dem Weg nach
    Ushuaia durch den Beagle-Kanal tat sich eine Weile nichts, der Himmel
    leicht grau verhangen, ganz in der Ferne ein kleines blaues Loch am
    Horizont. Je näher wir an das Loch kamen, destomehr veränderte sich
    das Licht. Es tat sich vor uns ein Panorama auf, das sehr
    verheissungsvoll war. Schneebedeckte Berggipfel der Anden vor einer
    ruhigen See in einem unnatürlichem blau. Ja und was das mit der
    Überraschung auf sich hatte, sahen wir dann tatsächlich. Der
    Kapitän ganz aufgeregt, aber nicht nur er. Alle Passagiere, möchte
    ich behaupten befanden irgendwo im Freien. Wir kamen in den
    ungewöhnlichen Genuss am Beagle-Kanal in einen Gletscher-Fjord
    einzufahren. Nie zuvor war ein AIDA-Schiff dort gewesen, eine
    sogenannte Jungfernfahrt. Langsamt drehte die Cara und fuhr in der
    relativ schmalen Fahrrine in den Garibaldi-Fjord ein. Es war sehr
    still auf den Decks, man hörte die Spannung förmlich wachsen,
    Kameras klickten und dann, gleich um den Punta Leon geht vor uns ein
    Tal auf, ausgefüllt mit einem Gletscher, der bis ins Wasser herunter
    reicht. Der Schnee weißer wie weiß, das Eis in einer überirdischen
    Farbe, helltürkis. Auf dem Wasser schwimmen Eisbrocken herum und die
    Cara steuert frontal auf den Gletscher zu. Bleibt stehen – Stille.
    Nur der Gletscher in seiner Schönheit, wir genießen diesen Moment
    der Ergriffenheit. Ein Tenderboot wird zu Wasser gelassen, der
    Bordfotograf sowie Crewmitglieder kreuzen vor dem Gletscher, einer
    macht Fotos, die anderen fischen Gletschereis aus dem klaren Wasser.
    Wofür?? Na, für die Cocktails, die wir dann anschließend trinken
    werden. Huch, mit echtem Gletschereis, das schmilzt sehr langsam.
    Langsamt dreht das Schiff und fährt aus der Bucht raus. Ich sitze
    mit einem kurzärmligen T-Shirt später auf dem Pooldeck und lass mir
    den Poolbruch schmecken. Aber nicht nur dieser imposante Gletscher
    wurde gesichtet, auch der Mont Darwin, der 2.488 m hohe Berg, sowie
    der romanische, der deutsche, der italienische, der französische und
    der holländische Gletscher. Ehrlich, man muss das wirklich live
    gesehen haben, um die Ausmaße zu begreifen, um die
    Farbschattierungen des Gletschereises, des Wassers und der Berge zu
    verinnerlichen. Riesige Wasserfälle entsprangen teilweise den
    Gletschern und das Wasser färbte stürzte milchigweiss in den
    Beagle-Kanal – man sah die Vermischung von Gletscherwasser und dem
    Kanalwasser. Als wenn wir schon reich beschenkt worden sind, tat sich
    am Horizont am Fuße einer Bergkette eine riesige Bucht auf, in der
    Ushuaia lag. Es ist noch hell und zwar recht lange, bis
    Sonnenuntergang 21.58 Uhr. Nicht umsonst heißt Ushuaia wörtlich
    übersetzt: „Die Bucht, die sich zum Sonnenuntergang wendet“ Ich
    muss an Land. Mein Mann bleibt an Bord, genießt den Sonnenuntergang
    und ich gehe schnell noch los, nur für ein Stündchen. Das Schiff
    liegt im Ort, quasi und so ist man schnell unterwegs in der Stadt.
    Blühender Stachelginster, grüne Bäume und Häuser in einem
    Mischmaschstil, dass ich eigentlich nicht genau festmachen kann, wo
    ich bin – es ist ein wenig britisch, ein wenig französisch, ein
    wenig deutsch, ein wenig karibisch wegen der bunten Häuser.
    Unglaublich und die 70.000 Einwohner, wie verkraften die die vielen
    Touristen die hier ankommen, per Schiff, per Bahn, per Flieger.?Gute
    Frage, gibt es hier eine Bahnlinie? Keine Ahung. Leute, die von hier
    aus Feuerland erkunden wollen oder vielleicht an den Süddpol wollen
    bevölkern die Straßen. Rucksacktouristen , Geologen, Bergsteiger
    usw. alles trifft man hier. Ich schlendere die Avenida Maipu direkt
    am Wasser entlang und sehe unser Schiff; parallel dazu verläuft die
    Avenida San Martin. Andenkenshops, Restaurants und immer sieht man
    Pinguine aus Holz, aus Plüsch, aus Glas und auf Postkarten.
    Angekommen am Ende der Welt, der Stadt, die letzter Vorposten vor der
    Antarktis ist, kehr ich mit neuen Eindrücken an Bord zurück. Doch,
    hier fährt ein Zug und zwar der, der in den Nationalpark Tierra del
    Fuego bis an wirkliche Ende der Welt fährt. Ich habe die
    Fahrkartenverkäuferin gesehen, nette Dame mit schöner Kappe. Nun
    heißt es aber sputen, das Theater wartet. Yoolio, der
    Performanskünstler wartet schon. Wir haben ihn schon auf einer
    früheren Reise gesehen, einfach toll, wie und mit was er jongliert.
    Bunte leuchte Ringe fliegen durch die Luft, er balanciert ein Fahrrad
    auf der Stirn und schafft es ganz schnell, sein Publikum zu
    verzaubern. Magisch sein Spiel mit den Kegeln zu einer passenden
    Musik. Der Mann ist einfach umwerfend gut.


    Samstag, 3. Dezember in Ushuaia/Argentinien

    leicht
    bewölkt, 14 Grad – nächste Etappe 1307 Kilometer nach Port
    Stanley/Falkland


    Weckzeit:
    6 Uhr, duschen, Frühstück, 7.30 Uhr Treffpunkt zum Ausflug „Der
    Feuerland Nationalpark“. In der Nacht scheint es geregnet zu haben,
    der Himmel ist leicht bedeckt. Mit dem Bus fahren wir ein Stück
    durch die Stadt und so bekommt mein Mann doch noch ein paar Eindrücke
    von diesem Ort, wo man fast sagen kann, hier ist alles das Südlichste
    – die Bahn, die Kirche, das Rathaus, der Hafen usw. nur das
    Postamt, das liegt im Nationalpark.

    Diese
    südlichste Spitze Südamerikas war schon lange vor der Ankunft der
    ersten Europäer besiedelt. Die Ureinwohner waren die Yamama, sie
    lebten vom Fischfang, der Robbenjadt und sie waren als Nomaden auch
    gute Jäger. Von der Ankunft Magellans hatten sie nichts mitbekommen
    und auch nicht, dass das Gebiet plötzlich Feuerland hieß. 1884
    wurde die argentinische Flagge gehisst und die Stadt Ushuaia ward
    geboren. Ein trauriges Kapitel für die Ureinwohner begann, als die
    Weißen kamen. Krankheiten rafften die Ureinwohner hin und so
    verschwanden sie nach und nach. So, zurück zur Tour, erster Halt
    unweit der Stadt mit Sicht auf den Hafen. Über eine Schotterstraße
    geht es dann zum „Tierra del Fuego National Park“. Auf einem
    Prospekt konnten wir erst erkennen, wie riesig dieses Gebiet ist,
    ganze 630 Quadratkilometer groß. Fast wie eine Seenplatte immensen
    Ausmaßes mit vielen kleinen Inseln, manche bewachsen mit niedrigen
    Bäumen und manche völlig kahl. Der Park wurde 1960 gegründet, um
    die subarktischen Wälder zu schützen und zu erhalten. Bahia
    Ensenada, beliebter Anlaufpunkt auf jeder Tour durch den
    Nationalpark. Dort findet man das kleine südlichste Postamt der Welt
    auf einem Steg. Ein uriger Typ sitzt in dem Kabuff, eine Menge
    Stempel neben sich und verkauft an die vielen Touristen Briefmarken
    und Postkarten und dann geht die Post ab – ob sie wohl ankommt? 13
    Grad, nicht gerade warm, aber noch akzeptabel für uns. Wir laufen am
    Ufer entlang, sehen Wasservögel und verlieren die Zeit, weil uns das
    Bergpanorama gefangen nimmt. Am Ufer finde ich leere Schalen von
    Miesmuscheln, schön groß und jede Menge Seetang. Beim Rückweg sehe
    ich einen kleiner Bachlauf mit kristallklarem Wasser, wahrscheinlich
    trinkbar denke ich. Der Lago Roca unser nächster Anlaufpunkt, auch
    hier Natur pur soweit das Auge reicht. Natürlich haben wir auch die
    Ausflügler gesehen, die mit den Cara-Scouts auf Kanus unterwegs
    waren. Nur die historische Eisenbahn haben wir nicht gesichtet.
    Unterwegs, man glaubt es kaum ,sehen wir vereinzelte Camping-Zelte,
    denn es kommen jede Menge Touristen hierher, die sich auf rund 25
    Kilometern hier durch den Park bewegen können. Brrrrrrh, 13 Grad und
    zelten, nein, da schlafen wir lieber doch auf der Cara. Am Roca-See
    habe ich endlich einen Baum gefunden, auf dem die genießbaren Pilze
    wachsen. Sehen aus wie kleine Mandarinen, sollen geschmacklos sein
    aber gut gewürzt doch genießbar. Im Informationszentrum gibt es
    eine kleine Ausstellung zur Geschichte des Parks, über die Tier- und
    Pflanzenwelt und nicht zu vergessen über die Ureinwohner. Vorbei an
    blühenden Blumen geht es zum berühmt berüchtigten Punkt: Ende der
    Ruta Nr. 3. Sie führt von Alaska bis Feuerland – Entfernung 17.848
    km. Wir fahren zurück nach Ushuaia, die schneebedeckten Anden im
    Hintergrund, steigt das Thermometer auf 16 Grad. Ungewöhnlich hören
    wir auch hier. Vorbei am imposanten Casinogebäude treffen wir
    rechtzeitig zum Ablegen auf dem Schiff ein. Und als wenn wir noch
    genug gesehen hätten, Kap Horn wurde angesteuert. Was hatte ich für
    Bedenken bezüglich des Wetters. Ich wurde gewarnt, dort gäbe es
    immer hohe Wellen und eine steife Brise weht dort. Wirklich? Wir
    haben davon nichts gemerkt. Mein Mann hatte sich etwas raue See
    gewünscht, das gehöre einfach dazu, meinte er. Die Cara steuert
    Kap Horn an, in der Ferne schon gut auszumachen, die kleinen kahlen
    Inseln und ich stehe auf Deck 5 und sehe das Kap Horn an mir vorüber
    gleiten. Unfassbar – das Ende der Welt um 21.30 Uhr, der Himmel
    noch hell. Ein sagenumwobener Platz der Seegeschichte. Eigentlich
    heißt es ja Cabo de Hornos und wurde im Januar 1616 entdeckt. Mein
    Mann stand oben auf dem Deck und hörte die Durchsagen zu diesem
    Höhepunkt der Reise. Am Kap Horn ist wohl auch der größte
    Schiffsfriedhof der Weltmeere, rund 800 Schiffe haben hier ihr jähes
    Ende gefunden und es sollen wohl mehr als 10.000 Menschen hier ihren
    Tod gefunden haben und wir, welch ein Glück umrunden das Kap Horn
    einmal komplett bei Windstärke 2. Der Kapitän hocherfreut, drückt
    auf sein Nebelhorn und dreht langsam wieder ab. An Deck, Sekt für
    alle für die geglückte Kap Horn Umrundung. Prösterchen … Und
    obendrauf verabschiedete sich Sonne so geschickt, dass sie genau am
    äußersten Zipfel im Meer versank und dem Horizont einen glühend
    roten Streifen schenkte. Ein paar wagemutige sprangen vor lauter
    Freude in den Pool. Sachen gibt es. Der Lotse und unser Kapitän habe
    ihre Sache toll gemacht.


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…gCICG0PbT7qqAEQ

    Sonntag,
    4. Dezember – Seetag auf dem Weg nach Port Stanley/Falklandinseln

    wechselhaftes
    Wetter, 13 Grad, diesig


    Gemütlicher
    Tag, Adventsmarkt besucht, vom Schokobrunnen genascht, Engel gesehen
    und wir haben uns taufen lassen – um Missverständnissen
    vorzubeugen, für die Kap Horn-Umrundung natürlich. Es gab einen
    Sahnegletscher auf den Handrücken und oben drauf ein Gummibärchen
    und schleck ab. Taufe vollzogen, Urkunde erhalten. Mein Mann macht
    Sport, ich lese und schaue die Bilder der vergangenen Tage an. Im
    Calypso-Restaurant lockt uns die „Fiesta Mexicana“, feurig scharf
    und super lecker. Abends gehen wir dann wieder zu Mia, der tollen
    Kaberettistin mit ihrem unschlagbaren Humor und wir lernen jede Menge
    über die Liebe zu einem Laminatboden. Der Abend endet für uns in
    der AIDA-Bar, ein letzter Drink noch und dann mal früh schlafen
    gehen. Klappte eigentlich nie, aber ein Vorsatz ist immer gut.


    https://picasaweb.google.com/Aidafreundin/S…gCMrdlNHauvrDLw


    Bitte alle Tippfehler übersehen!! Der zweite Teil folgt demnächst


    Perlenfee, immer noch im Feuerlandrausch!

  • 25.11. bis 9.12.2011 Südamerika-Tour 3 und Seno Garibaldi - et al

    • perlenfee
    • 15. Dezember 2011 um 13:02
    Zitat von muskatnuss

    Ich bin gespannt, wie lange die Postkarten dauern......Hat noch jemand welche geschickt???

    In Port Standley eingeworfen, wir warten auch gespannt. Haben uns selbst auch eine geschickt :jump: . Ich freu mich immer über Urlaubspost.


    Perlenfee

  • 5120

    • perlenfee
    • 14. Dezember 2011 um 12:08

    Innenkabine, sehr ruhig, keine Nebengeräusche, nah am vorderem Aufzug, Treppenhaus und am Wasserspender. Wir waren mit der Kabine sehr zufrieden. Sollten wir noch einmal mit der Cara fahren, hätte ich gegen diese Kabine überhaupt nichts einzuwenden, auch wenn die Betten über Eck standen.


    Perlenfee

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