Aura Sky Pool
(Auszug aus meinem Reiseblog: "Mit AIDAcosma im Orient" (https://www.generalalarm.de/goto/orient). Da gibt's dann auch einige Fotos dazu ...
Mich führt es nämlich heute in den Aura Sky Pool und da muss man sich an die vorgegebenen Timeslots halten. Und da ich zum Sonnenuntergang dort sein will (den Sonnenaufgang habe ich ja zwei Etagen höher bereits am zweiten Tag mit dem AIDA-Ausflug DXB12 erlebt), musste ich den Slot von 15 – 19 Uhr buchen. Klar, wenn ich etwas später komme, geht die Welt nicht unter – aber ich würde die bezahlte Zeit dort schon gern ausnutzen, zumal das ja nicht ganz billig ist.
Was ist jetzt aber der Aura Sky Pool? Nun, hierbei handelt es sich um einen 360°-Infinity-Pool im 50. Stock des The Palm Towers – verbunden mit Liegeflächen drumherum. Und während man im Pool tatsächlich rund um das Gebäude schwimmen und den Ausblick über Dubai genießen kann, muss man sich für seine Liegefläche bei der Buchung für eine Seite entscheiden. Und da habe ich die „Marina & AIN Dubai View“-Seite genommen, also die Seite, auf der heute Abend die Sonne untergehen soll. Hier kann man dann zusätzlich noch wählen, ob man in der ersten oder zweiten Reihe liegen will – da das Ganze den Fotos im Netz zufolge aber tribünenartig aufgebaut ist, sollte auch die zweite (und damit günstigere) Reihe in Ordnung sein. Zumal dort ggf. auch mit etwas Schatten zu rechnen ist. Aber das weiß ich spätestens nachher. Und dann kann ich auch beurteilen, ob das Erlebnis die 300 AED wert war oder eher nicht.
Ich gehe jetzt also ins Terminal, lasse den Facecheck über mich ergehen (geht in der Tat recht zackig) und rufe mir vor dem Hafenterminal dann wie gewohnt ein Uber. Acht Minuten später steht der Fahrer dann vor mir und wir machen uns auf den Weg zu den Palm Towers. Von meinem Ausflug am zweiten Tag weiß ich ja schon, dass das etwa zwanzig Minuten dauert und so bin ich pünktlich um 14.45 Uhr dort.
Am Eingang werden die Wartenden hier in Empfang genommen und zu einem der Aufzüge geleitet, die uns in den 50. Stock bringen. Dort werden wir bereits erwartet und jeder Einzelnen wird persönlich in Empfang genommen, zu seiner reservierten Liege geleitet und mit den örtlichen Gegebenheiten (Umkleiden, Spinde, Toiletten, …) vertraut gemacht. Die Liege wird mit einem großen Poolhandtuch ausgestattet und eine kleine Strandtasche gibt es als Geschenk noch dazu.
Außerdem gibt es einen kurze Hinweis zur Aufbewahrung von Wertsachen wie Handys u.ä. – die könne man beruhigt am Platz liegen lassen, „hier wird nichts gestohlen“. Wir haben das im Griff. Und das glaube ich auch – denn überall sind Mitarbeiter verteilt, die nicht nur Getränke und Essen servieren sondern auch das Geschehen beobachten. Und dann wollen wir die vielen Kameras auch mit nicht außen vor lassen. Zu guter letzt sind wir hier nun mal auch in Dubai – und da wissen wir ja schon, dass Kriminalität nicht das Hauptproblem des Emirats ist.
Ich erhalte dann noch die Speisen- und die Getränkekarte und kann mich somit schon mal mit dem Angebot vertraut machen. Gut, dass ich die Kreditkarte dabei habe – das klingt alles sehr gut und lecker, dafür werden aber auch der Location angepasste Preise aufgerufen. Die Pizza, die ich später essen werde, kommt da mal auf gut 20 €. Und die 0,5-l-Flasche Wasser ist auch für einen läppischen Zehner (Euro wohlgemerkt, nicht Dirham) zu haben. Von Sushi, Austern, Steaks und Cocktails reden wir besser mal nicht … Das muss man also im Hinterkopf haben, wenn man hierher geht und während seines Aufenthaltes etwas essen oder trinken will. Wobei man das ja nicht muss – es sei denn, man hat ein Ticket mit Mindestumsatz gebucht (die gibt es nämlich auch). Da MUSS man dann zwar auch nichts essen, das wäre allerdings sinnbefreit, da man den Mindestumsatz (der dann auch gern mal bei mehreren Hundert Euro liegen kann) ja trotzdem bezahlen muss. Dafür kann man sich dann auch mal ein Stückchen Sushi oder eine Auster gönnen ...
Aber ich schweife ab … Ich ziehe mich also um, schließe das, was ich nicht unbedingt brauche, in einem Schließfach ein und mache mal einen ersten Rundgang um das Gebäude zur Orientierung. Und merke dabei, dass die Wahl der Seite schon nicht ganz unwichtig ist. Man kann zwar zum Gucken und Fotografieren überall hingehen oder natürlich auch im Wasser sein – wenn man auf seiner Liege liegt, macht es aber schon einen Unterschied, ob man da auf der Nordseite („Burj-al-Arab View“) liegt oder gen Süden/Westen („Marina/AIN Dubai View“) guckt – im Norden ist es nämlich richtig kühl (da kann man nur im Bademantel liegen), während die Süd-West-Seite brütend heiß ist (da kann man praktisch gar nicht liegen). Und so bin ich dann auch relativ schnell ins Wasser abgehauen.
Mein gebuchter Zeitslot umfasst ja nun vier Stunden – und mittendrin um 17.31 Uhr wird die Sonne untergehen. Und zwar in etwa da, wo ich liege. Von hier aus sieht man einzelne Palmblätter der Palme im Vordergrund sowie das Riesenrad und auch AIDAcosma im Hintergrund. Schönes Bild – das sieht dann zum Sonnenuntergang sicherlich gut aus.
Und je näher der Zeitpunkt kommt, desto mehr Leute sind im Pool mit Blick auf den Sonnenuntergang zu finden. Und die machen da die merkwürdigsten Sachen – also alles das, was man dann später unter Hashtags wie „#sonnenuntergangspose“ oder so auf Insta oder Tik-Tok finden kann.
Auch ich mache natürlich das eine oder andere Foto – aber halt nicht von mir, sondern vom Sonnenuntergang in Dubai. Und damit habe ich dann beides abgedeckt – den Sonnenaufgang von der Aussichtsplattform auf der 52. Etage fotografiert und eine Woche später den Sonnenuntergang aus dem Pool auf der 50. Etage.
Die restliche Zeit verbringe ich dann noch mit Lesen auf der Liege, wobei ich immer wieder mal den Blick über die Skyline schweifen lassen muss – das hast schon was mit dem 360°-Infinity-Pool, der rund ums Gebäude reicht und den Blick auf alles Wichtige in Dubai bietet. Da gilt dann doch mal wieder: „Big, bigger, Dubai …“ Hier gibt es eben nichts, was es nicht gibt – ich erinnere da immer wieder gern an den Automaten mit „Gold to go“ im Burj Khalifa … da kann man sich dann wenigstens helfen, wenn einem sonntagmittags die Goldbarren ausgehen …
Obwohl ich ja bis um 19 Uhr hierbleiben könnte, entscheide ich mich, bereits gegen 18.30 Uhr die Location zu verlassen – zum einen bin ich dann nicht im Pulk von rund 200 Personen unterwegs, die sich auch alle umziehen und dann gehen wollen und zum anderen habe ich zeitlich etwas mehr Spielraum, da ich um 21.00 Uhr kurzfristig noch einen weiteren Programmpunkt eingeschoben habe.