
16. Januar 2020 – Kuala Lumpur – Wetter: sonnig, 33 Grad
Von den Batu Caves geht unsere Fahrt wieder in Richtung Centrum. Die Luft ist nicht diesig und so freuen wir uns ungemein auf den Besuch der Petronas Towers, die Twin-Towers also. Bisher waren wir nur einmal oben auf dem Steg zwischen diesen beiden Gebäuden. Damals war die Luft nicht ganz so klar und so werde ich heute sicher ein paar gute Schnappschüsse von oben machen können.
Übersehen kann man die Türme auf jeden Fall nicht. Glänzend ragen sie mit ihren 88 Stockwerken 452 Meter hoch in den Himmel. Die Brücke, über die wir nachher gehen werden, ist in 172 Meter Höhe. Schwindelfrei sollte man sein… alles kein Problem, ich kann nach unten schauen, ohne dass sich irgendetwas im Kopf dreht. Beim ersten mal dachte ich, die Brücke schwankt etwas. Ich hatte mich nicht getäuscht.
Zum
Besuch der Türme weit oben und der Brücke muss man auf jeden Fall
sein Ticket vorher bestellen, wir beim Ausflugsanbieter und wenn man
auf eigene Faust hoch möchte, über das Internet. Pro Tag darf nur
eine begrenzte Anzahl von Besuchern hoch und alles ist streng
reglementiert. Feste Uhrzeit ist vorgegeben. Es werden Gruppennummern
beim Einlass vergeben und dann geht die Fahrt mit den rasend
schnellen Fahrstühlen auch schon los. Einmal umsteigen und man ist
oben. Es ist schon gigantisch, wie alles so reibungslos funktioniert.
Wer mal in Dubai war, kennt das ja auch vom Burji Khalifa. Auf
der Brücke oben angekommen, schweifen unsere Blicke über die Stadt.
Alles ist winzig klein und die Gebäude unter uns sind
zusammengewürfelt wie ein Patchwork-Teppich.
Wie nah ist doch das
alte Kuala Lumpur an der Neuzeit … wenn man die Wolkenkratzer in
der Umgebung anschaut. Die Spitze des gegenüberliegenden Turmes ragt
wie ein Minarett in die Höhe. Auch den bekannten Menara Tower
(Fernsehturm) sehen wir von hier aus.
Die Stunde Zeit für die Brücke und den Besuch der verglasten Aussichtsebene auf Level 86 geht schnell vorbei, dann wird unsere Gruppe aufgerufen und es geht wieder abwärts. In der Lobby könnte ich noch Zeit verbringen, Läden schauen oder einfach bummeln – hier kann es Frau nicht langweilig werden. Die Gänge und Läden sind immer gut besucht, denn wenn die Bewohner Zeit haben, machen sie eine Shoppingtour und genießen die Zeit in der Kühle, gehen etwas essen und zu später Stunde noch ins Kino.
Die Gruppe ist vollzählig und es geht zum Bus. Wir fahren zum Mittagessen, ich freue mich. Nicht, dass ich schon wieder Hunger habe, aber das Essen in Malaysia ist einfach lecker und vielfältig. Ich bin auch sehr neugierig, denn sonst waren wir immer im Sonket, einem angesagtem Restaurant in KL, aber diesmal geht es woanders hin. Nach kurzer Zeit erreichen wir ein ansehnliches Gebäude, das nun so ganz anders ist, wie die glänzenden Hochhäuser rings herum.
Das
Flair der Vergangenheit liegt hier verborgen, man sieht es am
Baustil. Heute wird es mehrfach genutzt, es beherbergt zum einen das
Tourismus Center und in einem Gebäudeflügel ist das „House of
Celebration“ untergebracht. Dort werden wir heute essen.
Der
Innenhof ist wunderschön und drinnen sind die Tische für uns
gedeckt. Als ich schaue, was es gibt, merke ich schon es wird mir
schwer fallen mich zu entscheiden. Alles sieht so gut aus und duftet
verführerisch. Ja, es gibt auch den wunderbaren grünen Reis. Gut
gesättigt starten wir wieder und es geht noch zur bekannten
Markthalle. Vorbei am Platz der Unabhängigkeit, der gesäumt ist von
vielen historischen Gebäuden, über die ich mehrfach schon berichtet
habe.
An
der Flussgabelung liegt die Jamek Moschee
und von hier aus laufen wir
weiter zur Markthalle bzw. dem Zentralmarkt.
Innerhalb von Sekunden
sind wir eingetaucht in die Welt der Verführungen. Es gibt so viel
hier.
Ich schaue nach oben, wo die schönen Lampions hängen und
stehe wieder lachend vor dem kleinen Fotoladen, in dem wir einmal
Passbilder haben machen lassen. Solche Dinge bleiben hängen in der
Erinnerung. Genug gebummelt, pünktlich sind wir zurück am
vereinbarten Treffpunkt und dann geht es schnurstracks nach Port
Klang, denn um 17.30 Uhr heißt es „Alle Mann an Bord“ und wir
wollen ja dem Schiff nicht hinterherschauen.
Im Hafen verabschieden wir uns von dem super Team, das uns die letzten Tage wieder so viel vermittelt hat und versprechen, dass wir irgendwann wieder mal nach Malaysia zurückkommen werden. Ein letztes Winken und dann geht es zügig runter in die Kabine, frisch machen, umziehen, um 18 Uhr ist Sail away angesagt und wenn ich ehrlich bin, ich könnte schon wieder was essen...
Im
Theatrium ist heute Abend wieder Stimmung angesagt. „Gut gelaunt
und garstig“ präsentieren sich Emmi und Willnoswky auf der Bühne
und es bleibt keine Auge trocken. Einfach toll, was die zwei da
wieder treiben und musikalisch sind sie einfach perfekt. Bravooooo!!!
Ein
wenig bleiben wir anschließend noch auf dem Pooldeck hängen und
lauschen der Musik der „Live Band Longplay“.
Fetziger Rock, es wird getanzt und dann ist uns noch nach etwas Ruhe und wir suchen die Poolbar auf, ein letzter Drink und wir fallen müde ins Bett. Der Tag war ja auch lang genug und morgen, was ist morgen und übermorgen??? Seetage, kein Wecker, kein Ausflug – einfach faul irgendwo sitzen oder liegen, essen, trinken, schlafen – ist auch mal ganz schön. Aber Vorsicht, die Hüfte ist Anziehungspunkt für versteckte Kalorien, sage ich grinsend zu meinen Mann. Er: „ja und, der Gürtel hat noch ein paar Löcher! Licht aus jetzt und schlaf gut.“
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