
Wir befinden uns noch im karibischen Meer, was uns auch wohlgesonnen ist, denn die MSC Magnifica gleitet sanft dahin, auf ihrem Weg von Curacao nach Cartagena.
Ein Seetag steht an und wir freuen uns auch auf diesen Tag, hoffen darauf, dass wir unseren mittlerweile sehr liebgewonnenen Kabinenbalkon zum Handarbeiten/Lesen, Ruhen und Sonnen nutzen können.
So langsam bekommen wir frische Farbe ins Gesicht und auch an Armen und Beinen, um nicht hervorzuheben, dass die vorwitzige Nasenspitze bereits sogar ein wenig rötlich scheint.
Beim Herumlaufen bei unseren Landgängen müssen wir zukünftig etwas mehr darauf achten, uns zuvor das Gesicht gut einzucremen.
Auch nach nunmehr 15 Reisetagen sind wir erfreut über das Bordleben.
Hervorhebend die Freundlichkeit und auch schon teils Herzlichkeit der Mitarbeiter, aber auch der Passagiere untereinander. Man wächst wie eine Familie zusammen, ist interessiert aneinander, bemüht, dass es allen gut geht und jedes mögliche Bedürfnis erfüllt wird.
Die sprachlichen Barrieren sind weniger anstrengend zu bewältigen, als zuvor befürchtet.
Auf dieser Reise finden wir überall auch Hilfestellungen und Informationen in deutscher Sprache, zumindest an den wichtigsten Countern, und wenn z.b. an der Rezeption gerade niemand unserer Sprache mächtig ist, dann wird telefoniert und einem der Hörer in die Hand gedrückt und man hat jemanden in der Leitung, der uns versteht und Auskunft gibt.
Dass wir auf einem Kreuzfahrtschiff mit unterschiedlichem Klientel an Nationalitäten auch andere Sitten und Verhaltensweisen erleben, ist für uns erlebenswert.
Es erweitert unseren eigenen Horizont, fordert und regt unsere geistigen Fähigkeiten zur Anpassung an und hinterfragt gar eigene gewohnte Abläufe und Einstellungen.
Es gibt einige mitreisende Familien an Bord. Kinder und Jugendliche unterschiedlichen Alters. Ein Gewusel, Gerenne oder Geschrei, haben wir bisher noch nirgends erlebt. ![]()
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Zu unserer Abendessenzeit im Bedienrestaurant sitzen z.B. 2 Familien mit insgesamt fünf, vom Alter her noch nicht schulpflichtigen, Kindern an einem großen Tisch, da geht es lobenswert gesittet zu.
An Seetagen sieht man vermehrt die lernenden Kinder über Hefte und Bücher gebeugt.
Auffallend im Buffetrestaurant ist die Schnelligkeit und Sauberkeit. Die Tische werden zügig von gebrauchtem Geschirr frei geräumt und umgehend feucht abgewischt.
Die Tresen der einzelnen Versorgungstationen von „Kleckereien“ gesäubert.
An den Zugängen stehen Mitarbeiter mit Desinfektionsmittelfaschen, sowie es gibt überall dazu aber auch Spender, also nicht nur an den Ein-/Ausgangsbereichen sondern z.B. vor der Selbstbedienung Kaffee-/Getränkestation.
Die Qualität der Speisen empfinden wir teils erstklassig, es fehlt nur manchmal (für unser Empfinden) ein wenig die Würze.
Am vorgestrigen Galaabend wählte ich Rinderfilet und zum Nachtisch eine Nougatmousse, exquisite! ![]()
Die beiden Servicekräfte am Abend (zuständig für unsere zugeteilte Station) arbeiten aufmerksam und fix.
Das Besteck wird zu jedem Gang passend gewechselt und Getränke, gerade beim Wein, werden unaufgefordert nachgeschenkt, schon bevor der Inhalt sich im Glas neigt.
Ich glaube, dieses Urteil können wir beruhigt so abgeben, haben wir beide unser gesamtes berufliches Leben in der Branche zugebracht. ![]()
Es ist mir bewusst, dass dies, auch für MSC, eine besondere Reise (also keine 7-tägige Rennstrecke) ist und ihnen hier ggf. etwas mehr die Kundenzufriedenheit über die lange Zeit am Herzen liegt. Von daher ist auch das Verhältnis Passagiere - Crew weitaus ausgewogener/angepasst.
Nun möchte ich noch auf die letzten beiden Abende des Showprogramms eingehen.
Vorgestern Abend konnten wir herzhaft lachen mit und über diesem Gastkünstler.
Gestern Abend trat ein deutscher Gastkünstler auf und begeisterte uns mit seinem Panflöten- und Marimbaphonkonzert.
Ich wünsche allen Beitragmitlesenden einen schönen Tag und grüße, mittlerweile vom Kabinenbalkon aus (auch die mitreisenden Foris), hinüber in die weite Forenwelt. ![]()
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