
13. Februar 2023 – Seetag nach Malaga, 16 Grad, teilweise bewölkt
Für meinen Mann war ich heute keine wirkliche „Mitesserin“ beim Frühstück. Ich bekomme nachher genügend Kostproben und möchte denen einfach Platz bieten. Ja, ich gehe wieder mal zu einer Kochschule. Diesmal, so habe ich es im AIDAheute Plan gelesen, wird der Koch mit uns englisch sprechen.
Nach dem Frühstück bleibt mir noch etwas Zeit und so nehme ich im Theatrium Platz. Die Veranstaltung ist interessant, denn man erfährt einiges über neue Ziele– diesmal geht um Cartagena und Valencia. Cartagena ist Neuland für uns. Lektor Robert Borchert läßt Geschichte einfließen und die Scouts erzählen, was man dort machen kann. Also Ausflüge per Bus, zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Auf Cartagena freuen wir uns, dort haben wir einen Ausflug gebucht und ich bin sehr gespannt, was uns dort erwartet. Mehr später.
Ich schlendere ein wenig durch den Bordshop, dann ist es schon 11.30 Uhr und ich betrete das Buffalo Steakhouse. Alles ist perfekt vorbereitet, ein paar Infos, die Sektgläser stehen bereit und die erste Fleischpräsentation liegt fein säuberlich auf dem Brett. Das Fleisch wird für das Tatar vorbereitet und fein geschnitten. Zwischen drin landen die Steaks auf dem elektrischen Grill und es duftet schon verführerisch gut.
Der Koch erklärt die einzelnen Schritte der Zubereitung, erzählt was über die Garzeit – damit das Fleisch nachher zart auf dem Teller liegt.
Sein englisch ist gut und als alles gebrutzelt und dekoriert ist, geht es für uns Teilnehmer richtig los. Alles probieren – einfach köstlich sage ich.
Eins ist sicher, bei der nächsten Reise bin ich wieder bei einer Kochschule dabei. Und so ganz unter uns, Männer werden von den Kostproben auch satt!!!
Ich verschwinde kurz auf der Kabine, die ich leer vorfinde. Mein Mann widmet sich dem Sport und so räume ich etwas auf. Auf so einem engen Wohnraum ist es halt anders, als zu Hause. Da kann man mal hier was liegen lassen, dort was aufhängen usw. Auf der Kabine herrscht ein strenges Regiment, hahaha … da bleiben auch keine Schuhe mitten im Weg stehen. Wo kommen wir da hin? Wenn es mal fix gehen soll, stolpert man noch und schon findet man sich auf Deck 3 beim Bordarzt wieder. Ich muss gerade an meine Mutti denken. Während unserer Frauentour haben wir uns schick gemacht für den Abend, die Klamotten blieben auf dem Bett liegen und was wir nicht wussten, dass in der Suite am Abend jemand kommt und das Bett für die Nacht richtet, die Gardinen zuzieht, die Handtücher kontrolliert. Also wir kommen zurück und was finden wir vor? Unsere Wäsche liegt fein säuberlich zusammen gefaltet auf dem Kopfkissen, einschließlich der Unterwäsche. Ui, da hat Mutti uns Mädels aber in die Senkel gestellt. Jeden Abend, wenn wir unsere Kabine verließen, hat sie gefragt: „Kinder, alles ordentlich aufgeräumt???“ So war das.
Ich gehe in die AIDAbar und treffe unsere Freunde, wir trinken einen Kaffee und Gitarrist Bratislav unterhält uns. Was für ein gemütlicher Seetag. Abends hole ich den „Glitzerpulli“ aus dem Schrank.
Das war Muttis Lieblingspullover auf den Kreuzfahrten. Er stand ihr so. Ich habe ihn aufgehoben, ist zwar viele Nummern zu groß, aber Oversize ist modern und so ziehe ich ihn an. Also so übel sah das nicht aus und ich bekam sogar Komplimente.
Mit dem Abendessen mussten wir uns sputen, damit wir noch einen guten Platz im Theatrium bekamen. Tobey Wilson hat wieder einen Auftritt.
Anett begrüßt das Publikum und dann geht es los. Applaus und es ertönen die schönen Melodien. „Dein ist mein ganzes Herz“, ich schmelze dahin und großartig sang er „Granada“.
Da fällt mir ein, dort waren wir noch nicht. Zum Schluss gab es noch Songs, die unvergesslich sind. „Aber bitte mit Sahne“ - alles sang und klatschte in die Hände. Bei dem Lied „It's time to say goodby“ bekam ich doch etwas feuchte Augen.
Abschiednehmen ist immer schwer, von Menschen, von Dingen die man liebt, von Orten und sonst noch was. Es war ein toller Abend, den wir an der Stella Bar fortsetzten.
Ein kleiner Drink, etwas Klaviermusik und Gesang, später schauen wir noch in der AIDA Bar vorbei. Da war was los – wie immer beim Alpenglühn. Es gab frisch gezapftes Bier und leider kein Schmalzbrot, das war mir gleich aufgefallen. Keine Angst, ich hatte keinen Hunger, nur einfach Lust drauf.
Während unsrer Abendrunde an Deck, werfen wir noch einen Blick in die Anytime-Bar und dann steigen wir hinab zu unserem Deck. Treppen laufen ist immer gut. Die Handy's werden geladen, Powerbank ist voll, Rucksack wird gepackt. Morgen früh geht es zeitig los, wir wollen Malaga entdecken und sind sehr gespannt. Gute Nacht.