
Heute sind wir mit dem Schiff das neunte Mal in Bergen mit seinen 287.000 Einwohnern. Auch wenn ein Besuch von Bergen immer wieder schön ist, hält sich heute unser Enthusiasmus ziemlich in Grenzen. Es regnet. Das schlägt uns ordentlich aufs Gemüt. Der angedachte Ausflug auf den Fløy lohnt sich irgendwie nicht. Nächstes Jahr dann wieder. Trotzdem beschließen wir, wenigstens eine kleine Runde zu drehen.
Wir verlassen das triste Hafengelände und kommen über Nøstegaten in den namensgebenden Stadtteil Nøstet. Hier gibt es einige verwinkelte Gassen, wie die Ross-Smauet mit schönen Holzhäusern.
Wir gehen weiter in der Claus Frimanns gate und sehen an der Ecke Skottegaten ein schönes Haus mit noch schöneren Rosenstöcken.
Dann geht es weiter Richtung Klostergaten.
Das obere Ende Vestre Holbergsallmenningen ist Fußgängerzone.
Klosterhaugen ist das reine Idyll.
Hier steht auch eine Statue von Amalie Skram (1846-1905). Sie war ein norwegisch-dänische Schriftstellerin und eine frühe Feministin, die ein modernes Frauenbild prägte.
Dann geht es auf dem östlichen Teil Holbergsallmenningen bergab zum Holbergskaien am Vågen gelegen.
Unten am Hafenbecken angekommen, regnet es noch immer. Auch wenn es zurzeit nur nieselt, ist gemütlich anders.
Am Ende des Vågen befinden sich die Zachariasbryggen und der legendäre Fischmarkt. Ein bisschen Touri-Nepp gibt es dort schon. Links schließen das Hanseatische Museum und ein alte Markthalle an. Die Kontore, die die Namen vieler Hansestädte tragen, wurden, nachdem sie abgebrannt waren, dann aus Stein erbaut. Unten befindet sich ein Souvenir Shop neben dem nächsten. Ich habe hier vor Jahren meine viel getragene Fleecejacke von Skandinavian Explorer für kleines Geld erstanden. Und Tax Free konnte ich auch noch in Anspruch nehmen.
Daneben befinden sich die Kontore aus Holz. Früher hießen sie mal Tyske Bryggen, also deutsche Brücken, da die Hanse mit Lübeck als Königin der Hanse deutsch geprägt war. Heute sind es einfach nur die Bryggen. Seit Jahrzehnten werden sie liebevoll restauriert und fertig sind sie immer noch nicht.
Im Clarion Hotel Admiral habe ich schon zweimal gewohnt. 1998 und 2007. Jeweils zwei Übernachtungen. Mit Blick auf den Vågen. 1998 war Hafenfest mit Drachenbootrennen. Bei einem Traumwetter. Und wir hatten Logenplätze.
Noch ein paar Bilder von Bryggen.
An der Talstation Floibanen steht immer noch eine Schlange.
Noch ein bisschen durch die Fußgängerzonen geschlendert.
Und dann um zwei nach zwei Stunden zurück zum Schiff und zur X-Lounge.
Um viertel vor vier sind wir dann auf unserer Kabine Beim Blick vom Balkon sehen wir ein Hurtigruten Schiff, das heute Abend um zehn auf seine Reise zum Nordkap gehen wird.
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