Neu Argostoli - noch einmal griechisches Flair genießen und Abschied nehmen von der Blu

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Kabinenkategorie
Innenkabine
Reisedatum von
16. April 2023
Reisedatum bis
23. April 2023

22. April 2023 – Argostoli, 19 Grad, sonnig


Es ist 10 Uhr, zwei Punkte können wir abhaken. Frühstück hat geschmeckt und Koffer sind schon fast fertig gepackt. Ich mag es nicht, erst am letzten Abend zu packen. Lieber sitze ich noch gemütlich irgendwo und genieße die verbleibenden Stunden an Bord. Meiner Tochter geht es zum Glück auch so.

Das Wetter ist so verlockend gut, dass wir uns auf den Weg machen und die Hafenstadt besuchen. Der kleine Stadtplan des Faltblattes „myAIDA Heute“ ist hilfreich und auf einen Blick erkennen wir, es gibt einen Park, Rathaus natürlich, Kathedrale, Markthalle und einen Obelisken. Krankenhaus, Fachhochschule, Amtsgericht, sogar eine Marineschule - nicht zu vergessen kulturelle Einrichtungen: Philharmonie, Theater und verschiedene Museen. Also das ist doch was oder?

Die Insel Kefalonia ist nicht groß., 48 Kilometer lang und 30 breit. Entstanden ist sie eigentlich wegen einer Seuchengefahr in der antiken Stadt Kran. Es gab keine Hoffnung zur Bekämpfung und die Stadt wurde schlichtweg aufgegeben und im Jahr 1757 wurde Argostoli gegründet. Der Ort erschien ideal, denn der natürliche Hafen bot zu der Zeit besseren Schutz. Das sieht man auch, wenn man auf dem Deck der Blu steht.


Für die Bewohner gab es auch leidvolle Zeiten, 1943 wurde die Stadt durch Bomben schwer in Mitleidenschaft gezogen und schlimm war auch das große Erdbeben im Jahr 1953. Die Stadt wurde danach nicht platt gemacht, sondern mit viel Gespür in seiner Ursprünglichkeit wieder errichtet. Ich bin auf jeden Fall gespannt, was wir so sehen werden.

Gegenüber des Hafens erstreckt sich eine sanfte hügelige Landschaft und auch hier ist das Wasser so klar, dass ich glatt baden möchte.

Mein Herz schlägt hoch, als ich das große rote Herz erblicke. Tolle Idee, die Plastikverschlüsse hier zu sammeln und zu recyceln. Verdient 5 Sterne.

Parallel zur Uferpromenade läuft etwas höher die Flaniermeile der Stadt.

Es gibt hübsche kleine Häuser, Läden und Lokale. Rings um den großen Platz laden sie ein zu verweilen. „Guck mal, wenn du Lust hast, kannst du auch so einen Schirm häkeln“ ist der Kommentar meiner Tochter. Oh, der sieht ja wirklich gut aus. „Wenn ich mal Zeit habe, könnte ich mit einem kleinen Schattenspender anfangen ...“

Die Fahnen auf dem Glockenturm der Ekklisia Evaggelistria wehen im Wind und der Innenraum ist sehenswert.

Fast an jeder Ecke wandelt sich das Bild, die breite Promenade, schmale Gassen die hügelwärts aufsteigen und abwärts ist das Meer zu sehen. Und was uns auffällt, es sind nicht viele Menschen unterwegs.


Die elektrischen Oberleitungen bilden ein filigranes Geflecht und wenn mal was nicht funktioniert, brauch man kein Loch zu buddeln. Hat auch was für sich.

Vorhergesagt waren 19 Grad und nun schwitzen wir, 24 Grad. „Können wir uns eine Erfrischung gönnen?“ frage ich mein Kind. „Na klar, ich habe auch Durst und ne Weile sitzen ist doch okay!“

Der Wisteria-Baum mit seinen blauen Blütendolden ist ebenso ein Hingucker wie die kleinen gelben Früchte am Wollmispelbaum.


Ein wenig laufen wir noch kreuz und quer und dann haben wir die Uferpromenade wieder erreicht. Schade, das hübsche Lokal hat leider noch geschlossen. Hübsch gemacht mit den bunten Stühlen und der Gitarre. Es hat uns gut gefallen hier in Argostoli und jetzt geht es wieder an Bord.


Die letzten zwei Stunden bis zum Sail away rauschen dahin und wir sitzen an der Ocean Bar, Lee Wheatman singt und dann ertönt das Auslauflied. Meine Tochter und ich schauen uns an … ja Mutti bzw. Oma ist im Herzen dabei. „War eine schöne Reise und versprochen, 2024 geht es nach Oslo und Kopenhagen, 2 Schwesternpaare – meine Schwester und ich, meine Tochter und ihre Schwester. Das wird bestimmt toll. Wir haben die gleiche Suite, wie bei den Touren mit Mutti und werden auf die vielen unvergesslichen Erinnerungen auf sie anstoßen.“

Den Sonnenaufgang habe ich ja verschlafen, aber wenigstens konnte ich jetzt noch den letzten Sonnenuntergang einfangen. Im Theatrium ist mächtig Gedränge, es gibt den Farewellsekt und die große Verabschiedung durch unseren Kapitän Matteo, der Hoteldirektorin Katharina Jegg und unserem Entertainmentmanager Fabio Geis. Die Crew ist mit einigen Mitgliedern vertreten und als das Lied „Halleluja“ erklingt, wird die Stimmung so richtig sentimental.

Die leuchtenden Handy werden geschwenkt und Abschluss des letzten Abends ist die ABBA-Show. 7 Tage, so schnell ist die Zeit um und wir verabschieden uns von netten Mitreisenden und dann heißt es für uns Zapfenstreich. Koffer vor die Tür stellen. Vor 5 rappelt der Wecker, halb sechs Uhr Frühstücken und kurz vor 7 Uhr eintreffen am Bus zum Flughafen. Die Nacht wird kurz – Licht aus.



23. April 2023 – Korfu-Stadt, 20 Grad, leicht bewölkt

„So, das haben wir heute morgen aber gut gemacht“ kommt es von meiner Tochter. Wir sind zügig aufgestanden, gut gefrühstückt, stehen im Hafen und erleben einen tollen Sonnenaufgang. Die Blu blinzelt uns an, schickt uns noch ein Küsschen und dann sitzen wir auch schon im Bus.

Zwei Stunden später schweben wir über dem blauen Meer und um 10:35 Uhr haben wir Frankfurt erreicht. Auf unser Gepäck warten wir eine Weile und ich befürchte schon, es sei nicht mitgeflogen. Was keiner gesagt hat, sie haben 2 Bänder geschaltet und so dreht mein Koffer einsam seine Runde. Uff, so eine Aufregung auch. Schneller Abschied am Bahnhof, ich fahre in den Süden, meine Tochter in den Norden und weg sind wir, auf dem Weg zum „Heimathafen“. Unsere Züge waren pünktlich und als ich um 17 Uhr auf meinem „Deck 9“ sitze, der Sekt vor mir steht, sprudelt es aus mir raus und ich erzähle meinem Mann, wie mega cooooool die Reise war. Er guckt mich an und freut sich, dass wir es so schön miteinander hatten.


Jetzt erst mal Sommer genießen und dann die trübe Jahreszeit überstehen – da heißt es dann für meinen Mann und mich „Willkommen zu Hause“. Dreimal dürft ihr raten, wohin es geht.

Der Blick in die Ferne öffnet einen Horizont, der unendlich ist ... :)
und auf dem Meer kann ich besonders weit schauen :Boot1:
ab 2008 Orient-Mittelmeer-Kanaren-Ostsee-Rotes Meer-Südamerika-Mar/Fantour-Amazonas-oft Südostasien-Adria-Karibik-Südstaaten/Mexiko-Pur Tour- Dubai/Mallorca-westl. Mittelmeer-Vietnam/Hongkokg/Philippinen-Transreisen und die Lust auf AIDA ist ungebremst :abfahrt:4 Reisen warten schon wieder
:foto: https://www.youtube.com/user/Perlenfeechen/videos

Kommentare 2

  • Vielen Dank für die schönen Reiseberichte und die tollen Fotos. LG Gaby

  • Toller Bericht, tolle Fotos.


    Danke


    :thumbsup: