Amadea - Außenkabine 727

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  • Auf unserer 13tägigen Norwegenreise im Juli 2019 haben mein Sohn und ich Kabine 727 bewohnt. Es handelt sich um eine Außenkabine mit Sichtbehinderung auf dem Promenadendeck. Die Sichtbehinderung besteht aus Tonnen, in denen sich aufblasbare Rettungsinseln befinden, und hat uns nicht gestört.



    Die Lage am Promenadendeck habe ich als großen Vorteil empfunden, denn so waren wir immer schnell draußen, wenn es etwas zu sehen gab (und auf unserer Reise gab es fast ständig schöne Landschaft zu sehen). Allerdings muss man sich bewusst sein, dass häufig Mitreisende vor dem Kabinenfenster vorbeigehen oder auf einer Liege liegen. In die Kabine hineinschauen kann man nicht, das Fenster ist so gut verspiegelt, dass man selbst bei eingeschaltetem Licht nur die Lampe über dem Spiegel in der Kabine sieht, sonst aber nichts. Eine Lärmbelästigung durch vorbeigehende Passagiere bestand bei uns ebenfalls nicht; wohl aber durch das morgendliche Aufstellen der Liegen direkt vor unserem Fenster (i.d.R. gegen 8 Uhr - das war dann mein persönlicher Weckdienst). Ebenso waren Kabinennachbarn zu allen Seiten auf dem Flur wohl überwiegend Frühaufsteher. Unser Kabinensteward hatte einen guten Blick dafür, wer wann beim Frühstück ist und hat es fast immer geschafft, in dieser Zeit die Kabine zu reinigen. Bei den Kabinennachbarn startete der Staubsauger dann auch schon gerne um 8 Uhr, da war es mit dem Schlaf dann endgültig vorbei. Auf unserer Reise mit tollem Wetter und tollen Landschaftsfahrten hat es mich nicht gestört, für meine Verhältnisse früh aufzuwachen. Auf einer Reise mit vielen Seetagen hätte es mich möglicherweise genervt.

    Die Kabine hat ein Badezimmer mit einer großen, verglasten Dusche. Die Lüftung im Bad ist sehr stark, was den Vorteil hat, dass sich Dampf und schlechte Luft extrem schnell verzieht, aber den Nachteil, dass die Lüftung recht laut ist. Wenn mein Sohn nachts mal ins Bad musste, war ich spätestens dann wach, wenn er die Tür zum Bad geöffnet hat.

    Es gibt zwei getrennte Betten. Bei Bezug der Kabine war ein Bett als Sofa aufgebaut, das andere hochgeklappt. Das Sofabett ist breiter, aber deutlich härter als das Klappbett. Mein Sohn hat auf dem Sofabett geschlafen und war mit der Härte zufrieden (mir wäre es zu hart gewesen). Ich habe auf dem schmaleren, aber weicheren Klappbett sehr gut geschlafen. Während der Reise blieben die Betten bei uns immer aufgeklappt und als Betten (kein täglicher Umbau zum Sofa). Die Koffer konnten wir problemlos unter den Betten verstauen. Der dunkle Vorhang für nachts ist wirklich lichtundurchlässig (bei einer Fahrt zur Zeit der Mitternachtssonne kann das wichtig sein ... )

    Die Wand zur Nachbarkabine (nur eine; zur anderen Seite lag wohl eine Art Lager o.ä. für Dinge des Housekeeping) war recht dünn bzw. es war hellhörig. Wir hatten Glück mit den Kabinennachbarn, da sie recht ruhig waren und etwa zur gleichen Zeit schlafen gingen wie wir, so hat das nicht gestört.

    Nachts war es wunderbar ruhig, kein Knarzen, keinerlei Schiffsgeräusche, auch die Klimaanlage habe ich als leise empfunden. Die Klimaanlage habe ich als verhältnismäßig warm empfunden, gerade an den letzten Reisetagen, als die Außentemperaturen auf 30 Grad stiegen, war es auch nachts, wenn ich die Klimaanlage auf die kälteste Stufe gestellt habe, in der Kabine immer noch relativ warm. Mich hat es nicht gestört, weil ich sonst eher dazu neige, zu frieren.

    Wer viele Elektrogeräte / Akkus o.ä. regelmäßig laden will, sollte sich einen Mehrfachstecker einpacken, denn es gab nur eine deutsche Steckdose mit 220 Volt, daneben noch eine amerikanische mit 110 Volt (beides am Schreibtisch). Im Bad gibt es noch eine Steckdose für Rasierapparate.

    Der Schrankplatz war ausreichend; daneben gab es einige Kleiderhaken an den Wänden. Bademäntel und Badeschlappen von Phoenix lagen am Einschiffungstag auf der Kabine. Der Obstkorb in der Kabine wurde regelmäßig aufgefüllt, außerdem wurden wir nicht nur mit den Phoenix-Schokoherzen, sondern auch einer kleinen Schachtel Pralinen willkommen geheißen.

    Insgesamt haben wir uns in der Kabine sehr wohl gefühlt und können sie weiterempfehlen (mit der kleinen Einschränkung, dass die Nacht wahrscheinlich um 8 Uhr früh vorbei ist - zumindest für geräuschempfindliche Menschen wie mich - mein 14jähriger Sohn hat sich weder vom Aufstellen der Liegen noch von Staubsaugergeräuschen auf dem Flur oder in den umliegenden Kabinen stören lassen).


    Meine übrigen Kabinenfotos sind leider zu groß, so dass ich sie hier nicht einstellen kann, deshalb nur ein Bild zur Einschätzung der Sichtbehinderung.