Kanaren 7 im November 2012

    Als unregistrierter Nutzer ist Ihr Zugriff auf dieses Forum leider eingeschränkt. Um das wasserurlaub.info Forum in vollem Umfang nutzen zu können, registrieren Sie sich einfach und schnell mit ein paar Klicks hier.

    • Kanaren 7 im November 2012

      Deutschland
      liegt im Schlechtwetterbereich. Nasskalt ist es. Also typisches
      Novemberwetter. Dazu kommt die Dunkelheit am Morgen. Und, das sehr
      frühe Aufstehen, denn wir sollen schon kurz nach fünf am Parkplatz
      sein, damit uns der Shuttle von dort nach Tegel bringt. Wir erreichen
      Tegel, finden auch schnell den IBERIA-bagguage-Schalter, geben das
      Gepäck ab und suchen uns etwas zum Frühstück. Viel Auswahl gibt es
      ja nicht, auch unser Terrassenrestaurant hat so früh noch nicht
      geöffnet. Also nutzen wir einen Kiosk im Check-In-Bereich.
      Sicherheitskontrolle. Boarding. Oh sind das viele Menschen! Die
      wollen alle nach Madrid. Es macht den Eindruck, auch als wir an Bord
      sind, der Flieger ist ausgebucht.

      Kurz nach sieben heben wir ab, unser Ziel: Madrid. Die Boeing 737 macht
      nicht gerad den flottesten Eindruck. Keine Air-Show. Imbiss und
      Getränke nur gegen Bezahlung. Dazu ein Sitzabstand, der wirklich
      unglaublich ist. Sowas von eng! Keine Bewegungsfreiheit! Ich frage
      mich, im Falle eines Notfalls, wie ich die Sicherheitsposition
      einnehmen soll. Ich glaub, meinen Oberkörper würde gar nicht
      absenkbar sein, da wäre die Lehne des Vordermannes im Weg. In Madrid
      wechseln wir das Terminal für unseren Anschlussflug nach Las Palmas
      auf Gran Canaria. Besser wird es nicht. Der zweite IBERIA-Bomber hat
      die gleichen Merkmale wie der erste. Dazu kommt, dass ich am Flügel
      durch das Fenster ein Teil sehe, was irgendwie herausragt. Komisch,
      eigentlich kuckt an dieser Stelle nie etwas raus. Mit einem kleinen
      unguten Gefühl geht es in Richtung Kanaren. Wir entdecken ein großes
      Solarkraftwerk, Cadiz, eines unsere AIDA-Ziele und natürlich die
      Straße von Gibraltar.

      Kurz nach 14.00 Uhr setzen wir zur Landung auf Gran Canaria an. Etwas
      windig und wackelig ist es, aber wir landen ja auch auf einer Insel
      im Atlantik. Wir verlassen das Flugzeug mit der Meinung: nie wieder
      IBERIA. Relativ schnell haben wir unsere Koffer und es geht auf die
      Suche nach unseren Mietwagenanbieter. Schon vorab haben wir bei cicar
      einen Opel Zafira bestellt, für € 116 für drei Tage inkl. aller
      Gebühren, aller Kilometer und ohne Selbstbeteiligung. Irre schnell
      haben wir die Schlüssel und suchen den Wagen. Etwas schwierig im
      großen Parkhaus, aber am Ende finden wir, vom Terminal aus gesehen,
      im Erdgeschoss das Auto. Vor Abfahrt: Auto checken. Die Beulen und
      Kratzer interessieren ja nicht, da keine Selbstbeteiligung. WOLKE
      gemacht, alles okay… einpacken, einsteigen, Abfahrt.

      Über die Autobahn geht es nach Norden, Las Palmas und das AC-Hotel ist
      unser Ziel. Das geht super mit Navigation von maps.google.de – nur
      einmal, mitten in Las Palmas gibt es ein Navigationsproblem. Wir
      werden mit einmal in die Stadt gelotst, statt gerade aus Richtung
      Hafen. Eine veränderte Autobahnführung war nicht erfasst. Aber wir
      haben das hinbekommen. Kurz vor dem Hotel geparkt, ausgepackt und
      gefragt, wo wir das Auto parken können. Das AC-Hotel hat direkt
      hinterm Haus eine Kooperation mit einem Parkhaus, wo das Fahrzeug die
      drei Tage untergestellt werden kann. Wir checken ein und gehen auf
      unsere Zimmer in der 13. Etage. Was für ein Ausblick. Die
      ansprechend gestalteten Zimmer mit Balkon liegen zum Hafen, so dass
      wir am Donnerstag auf jeden Fall die AIDAbella sehen werden.

      Wir machen einen Spaziergang und suchen uns etwas fürs Abendessen. Am
      Stadtstrand von Las Palmas entdecken wir ein Restaurant, was wir auch
      im Internet als Tip gelesen hatte: das La Oliva. Wir setzen uns und
      genießen den lauen Abend bei kanarischen Spezialitäten und Rotwein.

      Bilder von Gran Canaria finden Sie hier - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      1. Tag – Gran Canaria und Puerto Rico

      Das Frühstück im AC-Hotel ist – naja. Das Restaurant liegt in den
      oberen Stockwerken, mit tollen Blick über Las Palmas. Das Büfet ist
      vermutlich schon herausragend für spanische Verhältnisse. Service –
      nicht wie erwartet. Schwierigkeiten beim Nachfüllen des kargen
      Büfet’s, vor allem bei dem nicht gerade besonderen Rührei. Der
      Kaffee ist nicht wohlschmeckend, Milch musst du dir vom Personal
      erkämpfen. Ich beschränke mich auf Milchkaffee und Baguette mit
      Butter und Marmelade. Wir haben auch schon schlechter gefrühstückt.

      Wir packen unsere Sachen und fahren mit dem Mietwagen nach Süden, nach
      Puerto Rico. Bereits in der Planung der Reise sind wir über die
      Möglichkeit der Wal- und Delphinbeobachtung in Puerto Rico
      gestoplert. www.dolphinwhale.co.uk

      Für € 22,50 pro Person haben wir vorab fest für 12.30 Uhr
      gebucht. Pünktlich sind wir um 12.15 Uhr im Hafen von Puerto Rico.
      Wir parken auf dem Parkplatz direkt am Hafen. Neu ist die
      Beschilderung, wonach pro Minute die Parkzeit abgerechnet wird.
      Schnell finden wir die „Spirit of the Sea“ – ein Katamaran, der
      uns aufs Meer bringen wird. Nur wenige Gäste sind an Bord, als das
      Schiff pünktlich ablegt.

      Es geht Richtung Südwesten. Der Kapitän teilt auf Englisch mit, dass
      sie heute Vormittag bereits Wale und Delphine gesehen haben und wir
      an die Stelle fahren werden. Bereits nach einer knappen halben Stunde
      sehen wir ein anderes Schiff vor uns und eine Menge Möwen über dem
      Wasser. Wir kommen dem Getümmel näher und sehen am Horizont bereits
      den Blas von drei Walen. Dazu die ersten Rückenflossen von
      Delphinen. Jetzt beginnen zwei ereignisreiche Stunden… Kurz vor
      unserem Schiff, nur wenige Meter, sehen wir den imposanten Rücken
      eines Wales, der fast unter unserem Boot abgleitet. Wir sehen viele,
      viele Delphine und mindestens drei Seiwale (vermutlich). Unglaublich.
      Immer wieder schwimmen die Delphine um unser Boot. Am Ende begleiten
      uns eine große Anzahl wieder Richtung Land. Es war ein total
      beeindruckender Ausflug.

      Wir genießen die Rückfahrt über die Uferstraße. Maspalomas ist eine
      Stopp wert. Ein Shoppingcenter wird durchforstet. Dann an der
      Promenade Kaffee und Eis genossen. Wir schauen uns die Promenade an,
      spazieren zum Leuchtturm mit Blick auf die Dünen von Maspalomas. Es
      geht weiter Richtung Las Palmas. Wir gehen wir an die Strandpromenade
      und finden ein einfaches Restaurant. Wir essen Paella für vier
      Personen! Klasse! Ein schöner Ausklang des Tages.

      Bilder von Gran Canaria finden Sie hier - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      2. Tag – Las Palmas

      Nach dem einfachen Frühstück satteln wir in Ruhe unseren Mietwagen und
      düsen ein paar Kilometer entlang der av. de Canarias Richtung Süden.
      In Las Palmas de Gran Canaria befindet sich ein sehr schöner,
      empfohlener Park, den Park Doramas. Wir parken im Parkhaus in der
      Calle Alejandro Hidalgo, nur wenige Schritte vom Park entfernt.
      Dieser eher als Garten zu bezeichnende Park ist ganz nett.
      Springbrunnen, ein Teich und diverse interessante tropische Pflanzen
      sind zu sehen. Im Zentrum befindet sich das wohl exklusive Hotel
      Santa Catalina. Danach fahren wir zum Vulkankrater Caldera de
      Bandama. Um den imposanten Krater zu sehen, geht es mit dem Auto über
      Serpentinen auf den Berg Pico de Bandama. Nichts für schwache
      Nerven, auch wenn der Berg nicht allzu hoch ist, die Serpentinen
      haben es schon in sich, vor allem, mit einem Auto mit manuellem
      Getrieben. Der Ausblick vom Gipfel ist toll. Fast die gesamte Insel
      ist zu sehen.

      Vom Pico de Bandama fahren wir mit dem Auto noch über die Insel. Über
      Vega de San Mateo, Teror und Arucas schlängeln wir uns durch die
      Inselwelt wieder ans Meer, an die Nordküste der Insel. Entlang der
      GC2 fahren wir wieder nach Las Palmas de Gran Canaria.

      Bilder von Gran Canaria finden Sie hier - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      3. Tag – Es geht an Bord.

      Es ist soweit. Wir haben uns hervorragend akklimatisiert, der Jetlag ist
      überwunden… Das Frühstück in der mäßigen Qualität
      eingenommen… Im Restaurant im obersten Stockwerk des AC-Hotels, mit
      einem besonderen Ausblick: zwei AIDA-Schiffe haben im Hafen
      festgemacht. Und da steht auch unser Schiff: die AIDAbella. Direkt
      daneben, die AIDAsol, „unser“ Schiff vom letzten Jahr, von
      unserer Kreuzfahrt: Höhepunkte der Ostsee. Trotz unsere Zeit, die
      wir noch haben, packen wir doch relativ schnell und checken aus dem
      Hotel aus. Mit dem Auto geht es direkt rüber zum Kreuzfahrthafen, wo
      wir ganz einfach, das gemietete Auto ohne Tamtam im Parkhaus parken
      und die Schlüssel und Papiere im Büro von cicar abgeben. Das war’s.
      Und gleich hat uns das AIDA-feeling eingeholt. Schwupps haben zwei
      fleißige Hände unsere Koffer entgegen genommen…

      Und da ist es wieder, das übliche und erwartete Gute-Laune-Gefühl.
      Okay, manchmal wirkt es schon aufgesetzt und gekünstelt, das
      ständige Hallihallo… das Herumgehobse und Getanze der Mitarbeiter…
      Aber irgendwie gehört es halt zu AIDA… Wir checken ein… Am
      Counter krabbelt es mit einmal an meinen Beinen, ich: „Ist hier ein
      Hund?“ – uups, nein, die Krücke einer alten Dame hatte sich
      zwischen meine Beine verirrt. Bewaffnet mit unseren Bordkarten,
      Gutscheinen und Handgepäck geht es auf die AIDAbella. Wau, das ging
      ja wirklich sehr schnell.

      Punkt 14.00 Uhr betreten wir das Kreuzfahrtschiff. Natürlich ist unsere
      Kabine noch nicht fertig. Wir inspizieren das Schiff. Und natürlich
      nehmen wir gleich einen Imbiss, Mittag ist ja noch fast. Oder bereits
      Kaffee? Egal. Um 15.00 Uhr dürfen wir dann endlich in unsere
      Gemächer. Wir packen aus. Genießen etwas Alkohol auf unserer
      Terrasse… Da wir noch mächtig Zeit bis zur Übung und zum
      Auslaufen haben, gehen wir noch einmal von Bord und in das gleich
      neben dem Anlegeplatz befindlichen Shoppingcenter.

      Der Abend verläuft typisch für AIDA… Generalalarm, wir nehmen an der
      für alle obligatorischen Seenotrettungsübung teil. Wir finden,
      diesmal sogar etwas strenger… „Bitte keine Fotos – das ist kein
      Spaß!“ – ja wir sind im Urlaub – aber auch ja, es ist ja
      wirklich im Ernstfall kein Spaß. Die Übung dauerte diesmal etwas
      länger, ein Passagier im Seniorenalter musste noch aus seiner Kabine
      abgeholt werden, schon etwas peinlich für ihn, denn er musste im
      Bademantel auch noch auf seine Musterstation an vielen Passagieren
      vorbei. Neu, auch bei der in englischer Sprache durchgesagten
      Belehrung durfte nicht dazwischen gesprochen werden…

      Um 22.00 Uhr dann der Willkommensgruß der Besatzung auf dem Pooldeck.
      Und um 00.00 Uhr stechen wir in See, die AIDAbella legt ab und unsere
      Reise beginnt.

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      4. Tag – Teneriffa

      Es ist sieben Uhr, die AIDAbella macht in Santa Cruz de Tenerife fest.
      Vor uns liegt die Grand Celebration, nicht gerad ein unseren
      Erwartungen entsprechendem Kreuzfahrtschiff. Aber wir haben ja unsere
      Bella. Vorab haben wir uns wieder Gedanken gemacht gehabt, welche
      Ausflüge denn für uns interessant sind. Auf Teneriffa wollten wir
      unbedingt in den Logo Park, den wir natürlich u.a. auch aus dem
      Fernsehen kennen… Wie immer läuft alles wie geschmiert. Treffpunkt
      im Theatrium, es ist 07.45 Uhr. Sind wir richtig wach. Doch schon.
      Wir schreiten auf Deck 5 und verlassen das Schiff.

      Die Busse stehen bereit und schwups sind wir auch schon auf dem Weg quer
      über die Insel zum Logo Park. Ganz in Ruhe mit viel Zeit geht es
      geführt durch den wirklich schönen Logo Park. Ja, im Hinterkopf
      haben wir die vielen Geschichten über Tierparks und Zoos und den
      möglichen Widerspruch zur möglicherweise nur sogenannten
      wissenschaftlichen Arbeit… Unser Bild ist vom Logo Park positiv.
      Erster Höhepunkt, die Pinguinhalle. Toll in welcher Art und Weise
      diese gezeigt werden. Eine super Idee hatten die Planer, in der Halle
      steht der Besucher auf einem Band, welches die Besucher an den großen
      Pinguinanlagen „vorbeifahren“ lässt. Die Geschwindigkeit ist
      angemessen und es gibt kein Gedrängel an den Scheiben. Über die
      Seelöwen- und Delphinshow geht es zu den Papageien. Jede Show ist so
      aufgebaut, wie ich es aus den USA kenne, die Besucher werden immer
      extrem mit einbezogen.

      Das Highlight schlechthin ist natürlich die Orka- oder auch
      Schwertwal-Show. Trotzdem wir im Bereich saßen, wo kein Wasser beim
      Springen der Orkas die Zuschauer erreichen sollte, wir sind trotzdem
      nass geworden… Die Tiere sind sehr beeindruckend. Und natürlich
      fragt sich der aufmerksam-kritische Besuche: ist das Becken groß
      genug, werden die Tiere nicht gequält… Schwierig. Zumal vor ein
      paar Jahren hier ein Tiertrainer durch einen Orka ums Leben gekommen
      ist.

      Wir fahren zurück zum Schiff. Inzwischen sind wir zu viert im Hafen.
      Denn die Queen Victoria der Cunard Line und die Thomson Majesty haben
      festgemacht. Nach Kaffee und Kuchen beobachten wir das Auslaufen der
      Grand Celebration. Winke, winke, diese Sprache verstehen alle
      Menschen auf der Welt… Bissl neidisch schauen die Passagiere schon
      zu uns herüber. Aber wir können ja nun auch nichts dafür… Auch
      wir legen ab, denn Funchal auf Madeira wartet…

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      5. Tag – Funchal

      Kurz vor 10.00 Uhr begrüßt uns die Blumeninsel Madeira mit einem schönen
      Regenbogen über Funchal. Wir sind gestärkt vom ausgiebigen
      Frühstück und motiviert die Insel zu entdecken. Ordentlich und
      pünktlich, mit Fotoausrüstung und Wasser versorgt, sind wir wieder
      im Theatrium unserem Treffpunkt. Mit dem Bus gibt es nur eine kurze
      Fahrt in die Innenstadt von Funchal. Wir spazieren die Fußgängerzone
      entlang, besuchen Kathedrale Se die Blandy’s Bodega… Hui, Alkohol
      am Vormittag.

      Dann geht es auf den Wochenmarkt in die Markthallen. Was für ein Treiben…
      Was für eine Vielfalt. Eine tolle Atmosphäre herrscht hier und wir
      genießen den Bummel durch die vielen Gänge. Früchte, die wir noch
      nie gesehen, geschweige probiert haben. Toll. Und dann die
      Fischhalle. Um 12.00 Uhr sind zwar schon fast alle Fischhändler weg,
      aber ein paar zeigen bzw. bieten noch den Degenfisch an, den
      hässlichen aber wohl exquisit schmeckenden Tiefseefisch, der nur an
      äußerst wenigen Stellen weltweit, u.a. hier vor Madeira gefangen
      werden darf.

      Mit der Seilbahn geht es nun auf dem Monte hoch. Die Kabinen sind recht
      klein und soviel Glas. Für mich als jemanden mit Höhenangst kostet
      es schon große Überwindung einzusteigen und den luftigen Weg auf
      den Monte aufzunehmen. Ich habe es geschafft, sogar mit
      Fotografieren, was mich etwas abgelenkt hat. Oben angekommen, heißt
      es auf die Vollzähligkeit der Reisegruppe zu warten. Wir besuchen
      den Botanischen Garten auf dem Monte. Ein sehr beeindruckender Park,
      der auch die Geschichte der Insel erzählt. Wir genießen die Ruhe
      und die beeindruckende Vegetation. Ein paar Schritte entfernt ist
      auch die Wallfahrtskirche Nossa Senhora de Monte. Wir erklimmen über
      steile Stufen den Eingang der Kirche.

      Von hier aus, am Fuße der Wallfahrtskirche, erwartet uns ein Highlight
      von Funchal, das jedoch nicht im Ausflugsprogramm enthalten ist,
      daher haben wir uns von unserem Guide verabschiedet. Wir wollen den
      Abstieg uns vereinfachen… Für 40 Euro pro Schlitten für zwei
      Personen leisten wir uns den Luxus einen besonderen Abfahrt vom
      Monte: Korbschlitten. Was für ein Spaß! Die ersten Korbschlitten,
      die ursprünglich als schnelles Transportmittel nach Funchal für die
      Bewohner Montes eingeführt wurden, tauchten um 1850 herum auf. Jahr
      für Jahr ziehen die Korbschlitten Tausende von Touristen an, die
      sich diesen Nervenkitzel, bei hoher Geschwindigkeit auf den engen,
      kurvigen Straßen nach Funchal hinunter zu rutschen, aussetzen
      wollen. Diese zweisitzigen Korbschlitten gleiten auf Holzkufen,
      geschoben und gesteuert von zwei, traditionell in weißer
      Leinenkleidung und einem Strohhut bekleideten Männern, die die
      Gummisohlen ihrer Stiefel als Bremsen benutzen. Die Fahrt nach
      Funchal hinunter erstreckt sich über 2 km und dauert etwa 10 min,
      wobei eine Maximalgeschwindigkeit von 48 km/h erreicht werden kann.

      Am Ziel angekommen locken die Taxifahrer uns, zum Schiff ein Taxi zu
      nutzen. Abzocke! Das erste Angebot lag bei 25 Euro. Als wir 100m weg
      waren, schrie er uns hinterher, er würde uns auch für 10 Euro
      fahren. Wir wagen den weiteren Abstieg zu Fuß… Und das war
      vielleicht keine so gute Entscheidung. Schöne Gassen… Interessante
      Häuser… ABER, steil abfallende Straßen, die das Laufen nicht
      einfach machen. Schon etwas geschafft kommen wir nach über einer
      Stunde Fußmarsch am Schiff an. Gut das die AIDAbella immer zu sehen
      ist, so kann niemand den Hafen auf dem Spaziergang verfehlen. Mit
      vielen Eindrücken machen wir uns nun auf einen langen Kanten. Wir
      legen ab und machen uns auf den langen Kanten nach Lissabon.

      6. Tag – Seetag

      Der Atlantik ist zu spüren. Das Schiff hebt und senkt sich sanft in den
      Wellen. 1.200 Kilometer sind es von Madeira bis Lissabon. Wir nutzen
      den Seetag um ausgiebig zu entspannen. Das Schiff erkunden. Die
      kulinarischen Spezialitäten probieren… Einfach von der Liege aufs
      Meer schauen und versuchen Schiffe zu sehen… In einer Decke
      eingemummelt lesen. Wir lieben es.

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      7. Tag – Lissabon

      Streik mal wieder. Das kennen wir ja schon von unserer Nordeuropatour im
      Juni. Auch hier streiken die Lotsen und AIDA-Cruises hat verhandelt
      und ermöglicht, dass unser Schiff, gemeinsam mit der Queen Victoria
      in Lissabon einlaufen und für vier Stunden festmachen darf. Nun
      fällt das gebuchte Ausflugsprogramm flach, aber dadurch, dass wir
      nahe der Altstadt festmachen, sind ein paar Sehenswürdigkeiten zu
      Fuß erkundbar. Langsam bahnt sich das Schiff seinen Weg…Den Tejo
      geht es flussaufwärts. Wir passieren die große Brücke über den
      Tejo, die „Brücke des 25. April“, sie ähnelt der Golden Gate.

      Die AIDAbella steuert den Hafen an und dreht um 180°, Fahrtrichtung
      Atlantik. Wir machen fest und gehen eigenständig von Bord. Was für
      ein Kontrast zu Funchal, auf der portugiesischen Insel Madeira. Schon
      der Reiseführer auf Madeira hat gesagt: „Wir sind keine
      Festlandsportugiesen!“. Von weitem, also vom Schiff sieht die Stadt
      super aus, aber nah dran… Kaputte Häuser… Unmögliche Straßen…
      Kaputte Dächer… Okay, Portugal ist eines der ärmsten Länder
      Europas. Wir merken es schon… Wir spazieren zum Praca do Comercio,
      die Fußgängerzone Rua Augusta herunter.

      Ohne zu vergessen abzubiegen, zum Elevador de Santa Justa. Er verbindet
      Stadtteile miteinander: Baixa (Unterstadt) mit Chiado und Bairro
      Alto(Oberstadt). Der Elevador de Santa Justa ist ein 45 Meter hoher
      Turm aus Stahl, reich verziert im neugotischen Stil. Der Eingang
      befindet sich nahe des Rossio und der Metrostation Baixa-Chiado in
      der Rua Santa Justa. Von dort aus fahren zwei mit Holz vertäfelte
      Kabinen in die Höhe. In jede Kabine passen übrigens 24 Personen.
      Oben angekommen kann man zu Fuß noch zwei weitere Etagen erklettern:
      Über dem Ausstieg befinden sich die Maschinen, die den Aufzug
      antreiben. Noch ein wenig Höher auf dem Dach des Lifts befindet sich
      eine Aussichtsplattform mit einem Café. 1902 wurde der Elevador de
      Santa Justa von Gustave Eiffels Schüler Raoul Mesnier de Ponsard
      gebaut. Daher an einigen Stellen die Ähnlichkeiten mit dem Pariser
      Eiffelturm. In seinen ersten Jahren wurde der Personenaufzug noch mit
      Dampfmaschinen angetrieben, erst später kam der elektrische Antrieb.
      Fünf Euro sind pro Person für die Fahrt zu berappen.

      Nur wenige Schritte vom Elevador entfernt ist der Praca Dom Pedro IV. Auf
      dem Weg dorthin laufen wir an einer Bäckerei vorbei und was sehen
      wir da… Pastel de Nata. Nichts wie rein und diese portugiesische
      Leckerei gekauft. Auf dem Praca Dom Pedro IV suchen wir uns eine Bank
      und genießen die Spezialität. Danach haben wir eine Idee, denn die
      Zeit rast… Und vier Stunden sind nicht gerade lang. Wir suchen uns
      eine Straßenbahnhaltestelle… analysieren die Linien und finden
      eine, die vom Praca in Richtung der Anlegestelle der AIDAbella fährt,
      die Linie 28E nutzen wir von der Station Martim Moniz bis Graca, in
      der Nähe des National Pantheon. Es ist schon ereignisreich mit
      dieser Straßenbahn durch die engen Gassen zu fahren. Es macht Spaß
      die Passagiere zu beobachten. Graca steigen wir aus. Spazieren zum
      Pantheon hinüber, das jedoch geschlossen ist. Hier in diesem
      Stadtviertel leben also Portugiesen. Irgendwie so wie wir es uns
      vorgestellt haben… Wäscheleinen sind über die Gassen gespannt…

      Langsam erreichen pünktlich unser Schiff. Auf wiedersehen Lissabon – okay,
      das wissen wir noch nicht. So richtig hat uns die Stadt nicht
      überzeugt. Wir machen die Leinen los und laufen aus. Langsam den
      Tejo Richtung Atlantik. Wir passieren die Queen Victoria, die auch
      ablegt und uns den Tejo folgt. Langsam geht es unter der „Brücke
      des 25. April“ hindurch…

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      8. Tag – Cadiz und Sherry

      Ein schöner Tag erwartet uns… Das Wetter ist super und wir machen im
      Hafen von Cadiz in Spanien fest. Cadiz ist die Hauptstadt der Provinz
      Cádiz in der Autonomen Region Andalusien in Süd-Spanien mit knapp
      124.000 Einwohnern. Die Stadt erhebt sich auf einer Landzunge, die in
      die Bucht von Cádiz vorspringt. Diese ist ein kleiner Teil des Golfs
      von Cádiz. Die Altstadt mit den Vierteln El Pópulo, La Viña und
      Santa María steht in starkem Kontrast zu den Hochhäusern der
      modernen Neustadt. Das Stadtbild wird durch viele kleine Plätze
      geprägt. Bei einer Stadtrundfahrt entdecken wir die Schönheit der
      Stadt, halten direkt an einem riesen Gummibaum für Fotos und
      bestaunen die Festung, die Kulisse für „James Bond – Stirb an
      einem anderen Tag war“ und den Strand, an dem Hale Berry im knappen
      Bikini dem Meer entstieg.

      Die Fahrt geht nach Jerez de la Frontera, nicht nur bekannt für eine
      Formel-1-Grand-Prix-Strecke, sondern auch für die Sandeman-Bodega,
      die wir auch besichtigen. Uns wird erläutert, wie Sherry entsteht.
      Meine Meinung zum Thema Mixerei der Alkoholika, damit der Sherry
      immer gleiche Qualität hat: „Ist ja ekelig.“, fand die Dame, die
      uns alles erklärt hat, nicht so toll. Zum Abschluss probieren wir
      mal ein paar Sherrys…

      Es geht zurück nach Cadiz und wir haben Zeit die Stadt auf eigene Faust
      zu erkunden. Eine schöne alte Seefahrerstadt. Danach geht’s wieder
      auf die AIDAbella. Spät, gegen 21.00 Uhr, legen wir ab…

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      9. Tag – Malaga

      Gegen 09.00 Uhr machen wir im spanischen Malaga fest. Unser Ausflug führt
      uns zunächst zu der Höhle von Nerja. Nach knapp einer Stunde Fahrt
      entlang der Küste erreichen wir die Höhle. 1959 fanden spielende
      Kinder ca. fünf Kilometer von der Stadt Nerja entfernt, in der Nähe
      des Dorfes Maro, diese große Tropfsteinhöhlen. Die 4.823 m lange
      Höhle hat drei Bereiche von denen nur der vordere, etwa ein Viertel
      der gesamten Höhlen, allgemein zugänglich ist. Die höhere Galerie,
      die Höhle hat einen Höhenunterschied von 70 m, und die beiden neuen
      Galerien (seit 1969 bekannt) sind nur für Höhlenforscher offen.

      Nach der Besichtigung fahren wir Richtung Malaga zurück, durch
      Andalusien. Wir sehen viele Olivenplantagen und einen imposanten
      Stausee vor dem Panorama der Sierra Nevada. In Malaga besuchen wir
      den historischen botanischen Garten „La Concepcion“. Das Landgut
      La Concepción gehörte von 1850 bis 1990 den Markgrafen von Loring
      und ging dann in den Besitz der Stadt Málaga über. Die einstigen
      Besitzer machten das Gut zum Mittelpunkt des gesellschaftlichen
      Lebens von Málaga und schufen eine beeindruckende Parkanlage mit
      exotischen Pflanzenarten, die mit der Handelsflotte der Familie aus
      Amerika, Australien und von den Philippinen kamen. Es handelt sich um
      einen romantischen Garten mit gewundenen Wegen, Teichen,
      Wasserfällen, Bächen und einer üppigen teilweise tropischen
      Vegetation, zu der wunderbare Exemplare von Gummibäumen, Palmen und
      sogar einige spektakuläre Araukarien gehören. Bemerkenswert sind
      darüber hinaus das Loring-Museum, ein kleiner Tempel im dorischen
      Stil, und die wunderschöne Pergola mit Blauregen in der Nähe des
      Palasts.

      Geschafft von den vielen Eindrücken erreichen wir unser Schiff… Morgen sind
      wir in Afrika, das erste Mal in unserem Leben. Wir sind total
      gespannt.

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      10. Tag – Tanger

      Was für eine neue Atmosphäre. Gegen 09.00 Uhr haben wir festgemacht, in
      Tanger. Irgendwie liegen wirklich orientalische Gefühle in der Luft.
      Marokko – Afrika. Natürlich geht es gleich per Bus los. Erste
      Eindrücke vom Erwachen der marokkanische Stadt. Wir fahren zur
      Herkulesgrotte in der Nähe von Tanger, jedoch nicht ohne den
      üblichen Stopp für einen Tee und Gebäck am „Eingang zur Straße
      von Gibraltar“ dem Kap Spartel. Vorbei an Kamelen und Müll
      erreichen wir die interessante Grotte des Herkules. Bei genauem
      Beobachten des durch das Meer ausgeschliffenen Grottenausgang zum
      Meer, kann man die Umrisse vom afrikanischen Kontinent erahnen.

      Kaum wieder draußen, nehmen wir die vielen wilden Katzen war… Ein
      kleine Junge wird durch unseren Reiseleiter mit seinem Esel
      herangerufen, für Fotos… Und sofort nach dem Foto hält der Junge
      ganz selbstverständlich die Hand für ein bisschen Backschisch auf…

      Zurück nach Tanger und in die Kasbah – die Altstadt. Dort angekommen,
      wartete gleich ein Gehilfe des Guides, der uns immer den Weg
      freihält, uns antreibt und den Weg zeigt… Dafür hält er
      natürlich zum Abschied auch noch seine Hand auf… Gegründet wurde
      Tanger im 5. Jahrhundert v. Chr. von Karthagern. Später geriet die
      Siedlung Tingis unter römische bzw. byzantinische Herrschaft, bevor
      sie 702 von den Arabern erobert wurde. 1471 hielten die Portugiesen
      Einzug, denen 1580 die Spanier und 1661 die Briten folgten –
      Katharina von Braganza brachte es als Mitgift in die Ehe mit Charles
      II. ein. Doch schon kurz darauf, 1684, wurde Tanger an Marokko unter
      den Alawiden übergeben. Wir spazieren durch die engen Gassen,
      schauen uns die vielen interessanten Häuser und Paläste an. Dann
      gehen wir fließend in die Kasbah, dem mehr oder weniger
      Markt-Viertel der Stadt. Eine absolute Atmosphäre… Überall bieten
      Handwerker in ihren Läden Produkte an. Fliegende Händler verkaufen
      Obst und Gemüse, vor allem Beduinen, die dann mit dem Erlös andere
      benötigte Produkte erwerben und dann wieder zu ihren Familie
      pilgern. Sowohl der Fleisch- als auch der Fischmarkt wirken
      merkwürdig, aber es ist alles sauber und frisch, also es riecht
      nirgendwo. Dazwischen quälen sich „Warenbelieferer“ auf Mopeds
      und den Wagen hinter sich ziehend… Und wir tun es… Wir gehen in
      eine Kräuterapotheke und lassen uns unterhalten…

      Später sind wir wieder auf dem Schiff, mit ein Zufriedenheit, wieder
      europäischen Boden unter den Füssen zu haben. Nicht nur im
      Theatrium gibt es Show… Auch auf dem Kai. Wir beobachten, wie ein
      älteres Pärchen eine Tasche kaufen will. Erst gehen sie vorbei.
      Sie: ich will die Tasche… Er: brauchst du nicht. Sie: doch bitte,
      er: okay, fragt, was soll sie kosten (wir nehmen mal an: 30 Euro),
      er: das ist zu teuer, sie gehen weiter. Der Händler ruft was hinter
      her, nach 100m dreht sich das Pärchen um. Diskussion… wir sehen,
      wie die Geldbörse gezückt wird… Er muss allein zurück: okay, ich
      nehm die Tasche. Der Händler (so könnte man das interpretieren), oh
      jetzt ist nur noch eine Tasche da, und so begehrt: kosten jetzt 50
      Euro. Oh Gott denkt er sich, habe nur 30 Euro dabei… Was passiert?
      Der Dussel rennt zu Mutti, holt das restliche Geld und trottet zurück
      und bezahlt…

      Der Kapitän startet den Schiffsdiesel… Morgen sind wir in Casablanca!

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.

      11. Tag – Casablanca

      Staub liegt über den Hafen, als die AIDAbella sich den Weg an die Kaimauer
      im Hafen von Casablanca bahnt. Es ist früh. Die Sonne geht gerad
      auf. Die Costa Fortuna hat bereits festgemacht. Von der Terrasse
      sehen wir, wie schon einige Passagiere von Bord gehen und die bereits
      überprüften Busse besteigen. Interessant ist zu beobachten, dass
      das Sicherheitspersonal von AIDA-Cruises die Busse vorab checkt, d.h.
      mit Spiegeln werden die Busse an der Bodenplatte und auch der
      Innenraum der Busse geprüft. Das finden wir okay.

      Schon beim ersten Blick in den Hafen und das tägliche Getümmel, wir sind
      in einer wirklich anderen Welt angekommen. Wichtige und unwichtige
      Leute, in Uniform und ohne, Arbeiter und Nichtarbeiter, so richtig
      fragst du dich, wer macht hier was? Wer ist Chef? Wer hat etwas zu
      sagen? Mit dem Bus geht es in die Stadt. Vorbei an hier sich noch in
      Grenzen haltenden herumliegenden Müll, komisch anmutenden
      Wohnhäusern, Menschen, die Orangen verkaufen oder waghalsig zu dritt
      auf einem Moped umherdüsen, natürlich ohne Helm.

      Die Moschee Hassan II – eine der größten der Welt. Ihr Minarett ist
      mit 210 Metern Höhe das derzeit höchste Minarett und das höchste
      religiöse Bauwerk der Welt. Sie wurde anlässlich des 60.
      Geburtstags des ehemaligen marokkanischen Königs Hassan II. erbaut
      und 1993 fertig gestellt. 2500 Arbeiter und 10.000 Handwerker
      arbeiteten sechs Jahre lang an der Moschee. Am 30. August 1993 wurde
      der Bau eingeweiht. Bis zu 25.000 Personen finden in der Gebetshalle
      von 20.000 Quadratmetern Platz. Eine technische Besonderheit der
      Moschee ist das sich automatisch öffnende Dach. Ein grandioses
      Bauwerk. Auch innen. Wir betreten den riesigen Gebetssaal oder besser
      Halle, mit eingezogener Etage für die Frauen. Im Untergeschoss
      können die rituellen Waschungen durchgeführt werden. Wozu dann noch
      ein großer Pool da ist, erschließt uns sich nur sehr eingeschränkt.

      Wir fahren in die Innenstadt. Schauen uns die Kirche Notre Dame de
      Lourdes an. Am meisten macht jedoch Spaß, den Verkehr zu beobachten.
      Kein Chaos, aber diese Lockerheit und Gleichgültigkeit… Dann die
      völlige Bedenkenlosigkeit was mitfahren ohne Sicherung bedeutet. Da
      haben wir eine ganz andere Einstellung… Zu Dritt auf nem Moped, zu
      acht in einem PKW oder einfach auf der Pritsche eines LKW stehend…
      Vor dem Mittag besuchen wir noch einen Basar, extra für Touristen.
      Okay, wir wissen was das soll. Schauen es uns kurz an und genießen
      danach, wartend auf die Gruppe, Casablanca… Mittag essen wir in
      einem Hotel.

      Dann geht’s mit dem Bus in die Hauptstadt Rabat. Vorbei an den vielen
      Mercedes-Taxis, die sicher alle schon mehr als dreißig Jahre auf dem
      Buckel haben. Da wird dann auch einfach auf der Straße repariert,
      was das Zeug hält. Umweltverschmutzung – was ist das? Die
      Mercedes-Taxis sind weiss und sogenannte Überlandtaxis. In den
      Städten fahren kleine PKW-Modelle, rote Fahrzeuge sind die
      Innenstadttaxis für Casablanca, blau für Rabat. Und Wahnsinn, wie
      viel Personen in ein Auto passen…

      Über eine sehr gut ausgebaute Autobahn fahren wir nach Rabat. Dort machen
      wir einen kurzen Abstecher in den Königspalast, zu aufgeregten
      Sicherheitskräften…“Bitte nicht so nah an den Bordstein
      treten…“, dann geht es zum Mausoleum von Mohammed V, das leider
      geschlossen ist. Wir spazieren durch die Medina und Kasbah, plötzlich
      gibt es einen Anruf, das Mausoleum ist wieder geöffnet. Schwups,
      rein in den Bus und schnell hingedüst. Nach dem anstrengenden Tag
      können wir kaum die Augen im Bus bei der Rückfahrt offen halten.

      Wir rasen zur AIDAbella. Wau, das war ein Tag, zehn Stunden Tour, die
      sich aber wirklich gelohnt hat.

      12. Tag – Seetag

      Die Erholung tut uns gut. Mit sehr vielen außergewöhnlichen Eindrücken
      im Kopf fahren wir Richtung Lanzarote…

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      13. Tag – Lanzarote

      Die Vulkaninsel grüßt uns bei schönstem Wetter. Wir sind gespannt…
      Und unsere Erwartungen, dass kann ich vorweg sagen, werden auch
      wieder zu 110% erfüllt. Die Tagestor führt uns als erstes in den
      Timanfaya-Nationalpark. Die beeindruckende Lawalandschaft ist Kulisse
      für die Darstellung der noch heute vorhandenen Vulkanaktivität. Die
      Fahrt durch die Kraterlandschaft ist total beeindruckend. Und nur die
      Vorstellung, wie es denn vor mehr knapp vierhundert Jahren hier im
      Zusammenhang mit den schweren Ausbrüchen aussah… Unglaublich. Mein
      Finger glüht, die Kamera macht ein Bild nach dem anderen… Tolle
      Motive nur leider immer mit Fenster zur Landschaft.

      Wir genießen die Landschaft, fahren durch kleine Dörfer. Halten an
      einer Bodega… Wir stärken uns beim Mittagessen in einem
      Restaurant, was erstmalig uns zum Essen fassen „leitet“…
      Praktisch und damit völlig ohne Büfetstress.

      Wir besuchen die Jameos del Agua, im Lavafeld des Volcan de la Corona
      gelegen, ist sie Teil einer Lavaröhre, welche vom Volcan de la
      Corona über die begehbare Cueva de los Verdes bis hin zur Küste
      unter die Meeresoberfläche reicht. Der Teil, der heute Jameos del
      Agua genannt wird, wurde 1966 vom Künstler und Naturschützer César
      Manrique in eine Kulturstätte und Touristenattraktion umgestaltet.
      Am unteren Ende von Jameos del Agua liegt der einzige Zugang zum
      vollständig wassergefluteten Túnel de la Atlántida. Hier setzt
      sich das Höhlensystem fort und endet nach etwa 1400 Metern etwa 50
      Meter unterhalb der Meeresoberfläche in einer Sackgasse. Etwa zehn
      Tauchexpeditionen haben diese Röhre zwischen 1983 und 2008 erforscht
      und dabei rund fünfzig, teils noch unbekannte und endemische Arten
      von pigment- und augenlosen Höhlentieren entdeckt, darunter auch
      Vertreter der ausschließlich höhlenbewohnenden Remipedia. Nächste
      Station ist der Aussichtspunkt Mirador del Rio. Das Mirador del Río
      befindet sich auf einem 475 Meter über dem Meeresspiegel liegenden
      Punkt der Steilküste des über 600 Meter hohen Famaramassivs. Der
      weitreichende Blick über die Felsklippen und über die etwa zwei
      Kilometer breite, namensstiftende Meerenge Río (spanisch für Fluss)
      hinüber bis auf den Chinijo-Archipel, mit den Inseln La Graciosa,
      Alegranza, Montaña Clara, und dem Felsen Roque del Este, machten das
      Mirador del Río zu einer Touristenattraktion.

      Wir machen uns zum Hafen auf. Heute gehen wir auf das letzte Teilstück,
      hinüber, quasi nur noch einen Katzensprung, nach Gran Canaria. Die
      See, zumindest im Hafen ist rau und der Kapitän hat etwas zu tun,
      das Kreuzfahrtschiff aus dem Hafen zu manövrieren.

      14. Tag – es geht Heim

      Als wir die Gardinen am Morgen zurückziehen, haben wir schon längst im
      Hafen von Las Palmas festgemacht. Die Heinzelmännchen haben nachts
      die gepackten Koffer weggeschafft und diese sind bereits von Bord und
      warten auf uns. Trotz individueller An- und Abreise ist die Nutzung
      des Shuttles von AIDA zum Flughafen unproblematisch. Dank
      Online-Check-In noch an Bord von der AIDAbella müssen wir nur noch
      an den Gepäckschalter von AIRberlin. Es geht wieder Heim. Mit ganz
      vielen Erinnerungen und Eindrücken. Ein toller Urlaub geht mit der
      Landung in Berlin Tegel zu Ende.

      Bilder - bitte hier klicken - Achtung, Sie werden auf unsere flickr-Fotoseite
      weitergeleitet.

      Mehr Reiseberichte auf unserer Homepage.