Luftverschmutzung durch Luxus-Kreuzfahrtschiffe

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  • Ich habe keine Idee, wie ich verdeutlichen soll, dass das, was der Kapitän gesagt hat und das, was hier daraus gemacht wird, zwei komplett verschiedene Dinge sind. Ein letzter Versuch:


    Er sprach von der Gegenwart. In der es wohl nicht überall die benötigten Kapazitäten für Landstrom gibt und dann trotz des vorhandenen Anschlusses die Maschinen laufen müssen. Ausgangspunkt für diese meine Äußerung war die Behauptung, dass Landstrom nicht genutzt würde, um Kosten zu sparen. Und dass der Eindruck eben deshalb entstehen könnte. Laut der Aussage von Kapitän Möller trifft es aber nicht zu (Die Frage in der nautischen Stunde war genauso gestellt: Wird aus Kostengründen Landstrom nicht genutzt, obwohl er verfügbar ist?).


    Du schreibst von der Zukunft. Das hat mit den Aussagen von Kapitän Möller überhaupt nichts zu tun und bringt sie in einen Zusammenhang, in dem sie nicht gefallen sind. Dass Landstrom-Gedöns Quatsch sei war aus seinen Äußerungen auch bei allerschlechtestem Willen nicht herauszuhören.

  • Meine persönliche, aber möglicherweise nicht fundierte Einschätzung dazu ist, dass der Stromverbrauch in den nächsten Jahren stetig steigen wird, z.B, durch zwangsverordnete Elektromobilität, die ebenfalls von irgendwoher versorgt werden muss.

    Da wir gleichzeitig verstärkt auf nicht permanent produktive Energiequellen setzen, wird uns nichts anderes übrig bleiben als nicht näher qualifizierten Strom an den Börsen zuzukaufen.

    Inwieweit Kreuzfahrtschiffe als Zwischenspeicher für Wind- und Sonnenenergie aus bezogenem Landstrom dienen könnten, bin ich überfragt.

    Erwarten würde ich allerdings eher, dass die abgenommenen Landstrommengen eher in Zeiten der ortsüblichen Energieengpässe erfolgen, z.B. wenn alle hungrig vom Ausflug zurück kommen und dann duschen und essen möchten, gleichzeitig zu den ortsansässigen Personen, die ähnliche Bedürfnisse haben und ihre Autos für den nächsten Tag aufladen möchten …

    Elektroautos und Wärmepumpen kommen aktuell leider noch wesentlich weniger dazu, als es nötig wäre. Der Ausbau an erneuerbaren ist aktuell auch noch höher als das Wachstum der Stromnachfrage.


    Bei der Energiewende wird viel wird davon abhängen ob man es schafft die Gesellschaft darauf einzustimmen, Strom dann zu verbrauchen, wenn er (erneuerbar) da ist. Ein an die viertelstundengenauen Börsenstrompreise gekoppelter variabler Stromtarif wie er von immer mehrAnbietern angeboten wird dürfte da sehr helfen. Strom ist nämlich meistens genau dann sehr günstig oder abgesehen von Netzentgelten und Steuern kostenlos, wenn besonders viele erneuerbare verfügbar sind (bzw. natürlich teuer beim Gegenteil).


    Im Sommer sind gute Zeiten etwa von 9:00 bis spätestens etwa 17:00 Uhr und idealerweise gegen Mittag, weil wir da (meist jetzt schon) große Überflüsse an Solarstrom haben. Gegen Mittag werden jetzt schon häufig Solarparks (und Windräder und vor allem herkömmliche Kraftwerke) abgeschaltet/ runtergeregelt, weil so viel Strom gar nicht abgenommen wird, wie möglich wäre. Im Winter hängt es davon ab ob es windig ist (was es meistens aber ist). Da ist Strom tendenziell in der Nacht besonders sauber (weniger Nachfrage). Die Randzeiten morgens und besonders abends sind besonders frequentiert und aufgrund der dann schwachen Sonne dreckig. Wer im kleinen also etwas für die Umwelt tun will, der sollte diese Zeiten wenn es geht meiden. Ökostromtarife sind nur auf dem Papier sauber. Da kauft der Stromhändler zusätzlich zum nachgefragten Strommix noch Zertifikate für Wasserkraft in Skandinavien oder auf Island (die gar nicht mit unserem Netz verbunden sind).


    Kreuzfahrtschiffe liegen in der Regel tagsüber im Sommer bei uns in Nordeuropa/ Deutschland und nehmen von daher den Großteil der guten Stunden mit. Etwas vor der Abfahrt müssen sie sowieso den Anschluss trennen und die Motoren für das Manöver hochfahren. In die Nachmittags/ Abendstunden kommen sie daher nicht rein. Bei uns in Deutschland kommt dann noch dazu, dass Kreuzfahrtschiffe in der Regel am Wochenende für den Passagierwechsel kommen. Samstags und Sonntags gibt es sowieso deutlich weniger Stomnachfrage, weshalb der da tendenziell sauberer und vor allem auch von den Netzen her eher verfügbar ist. Die Ziele in Skandinavien zeichnen sich dazu durch sehr sauberen und günstigen Strom aus Wasserkraft aus, weshalb das das geringste Problem ist.


    Im Sommer kommt dann zusätzlich noch dazu, dass die Stromnachfrage wesentlich niedriger ist als im Winter. Daher sind die Strompreise im Sommer auch niedriger und fossile Kraftwerke gehen z.t in eine Sommerpause. Dazu kommt, dass die Franzosen dann erstrecht Überschüsse an Atomstrom haben und damit fast europaweit die Preise drücken, wenn besagte AKWs nicht wie 2022 aufgrund von Dürre und Wartungsarbeiten aufgrund von Korrosion und Rissen abgeschaltet werden.


    Das Frauenhofer Institut betreibt übrigens eine sehr informative Seite auf der sie die Stomproduktion tracken und auch täglich eine Prognose bereitstellen, wie sauber der Strom wann ist. Heute ist mit dem aktuellen Ausbaustand von Wind und Solar noch vergleichsweise wenig erneuerbar.


    Energy-Charts


    Energy-Charts


    Überall das Gleiche! Genauso wird einem erzählt, dass man mit einer 11 kWh PV Anlage auf dem Süd Dach incl Speicher eine Wärmepumpe betreiben kann, sein E Auto auflädt und den Strom des gesamten Gebäudes generiert! :zorn:

    Die Solaranlage gibt von September bis Oktober und von Februar bis April noch vergleichsweise genug her um besagtes zu versorgen. Da wird in der Regel auch geheizt. Ansonsten kommt der Strom aus dem Netz und dadurch besonders im Winter mit Ausnahme weniger Wochen wo Kohle und Gas einspringen aus Windkraft (besonders wenn die jetzt stärker ausgebaut wird).

    Einmal editiert, zuletzt von MK6 ()

  • Ich habe keine Idee, wie ich verdeutlichen soll, dass das, was der Kapitän gesagt hat und das, was hier daraus gemacht wird, zwei komplett verschiedene Dinge sind. Ein letzter Versuch:


    Er sprach von der Gegenwart. In der es wohl nicht überall die benötigten Kapazitäten für Landstrom gibt und dann trotz des vorhandenen Anschlusses die Maschinen laufen müssen. Ausgangspunkt für diese meine Äußerung war die Behauptung, dass Landstrom nicht genutzt würde, um Kosten zu sparen. Und dass der Eindruck eben deshalb entstehen könnte. Laut der Aussage von Kapitän Möller trifft es aber nicht zu (Die Frage in der nautischen Stunde war genauso gestellt: Wird aus Kostengründen Landstrom nicht genutzt, obwohl er verfügbar ist?).


    Du schreibst von der Zukunft. Das hat mit den Aussagen von Kapitän Möller überhaupt nichts zu tun und bringt sie in einen Zusammenhang, in dem sie nicht gefallen sind. Dass Landstrom-Gedöns Quatsch sei war aus seinen Äußerungen auch bei allerschlechtestem Willen nicht herauszuhören.

    Wir reden vollkommen aneinander vorbei.


    Ich beziehe mich auf die Aussage "...Wenn sie alle Landstrom nutzen wollten, würden in Hamburg die Lichter ausgehen." Und damit ist ja wohl die Gegenwart gemeint. Aber bei 7 Anschlüssen die jetzt und in kürzerer Zukunft kommen, können die gar nicht alle gleichzeitig den Strom ziehen und es kann kein Licht ausgehen und es ist an den sieben Anschlüssen in der Regel immer genug Strom da. Und insbesondere im Sommer, wie es MK6 auch richtig ausgeführt hat. So gesehen gibt en keinen Grund, diese 7 Anschlüsse nicht zu nutzen.

  • Wir reden vollkommen aneinander vorbei.


    Ich beziehe mich auf die Aussage "...Wenn sie alle Landstrom nutzen wollten, würden in Hamburg die Lichter ausgehen." Und damit ist ja wohl die Gegenwart gemeint. Aber bei 7 Anschlüssen die jetzt und in kürzerer Zukunft kommen, können die gar nicht alle gleichzeitig den Strom ziehen und es kann kein Licht ausgehen und es ist an den sieben Anschlüssen in der Regel immer genug Strom da. Und insbesondere im Sommer, wie es MK6 auch richtig ausgeführt hat. So gesehen gibt en keinen Grund, diese 7 Anschlüsse nicht zu nutzen.

    Ich glaube jetzt verstehe ich. Kapitän Möller wählte ein drastisches Beispiel mit bildhafter Sprache, um zu verdeutlichen, dass es sein kann, dass nicht genügend Strom da ist, um alle Schiffe wie gewünscht zu versorgen. Er sprach im Konjunktiv. Es war keine wissenschaftliche Abhandlung darüber, wie viel Strom es in Hamburg für Kreuzfahrt- und Containerschiffe gibt und wie viele Containerschiffe mit Tiefkühl-Containern tatsächlich Landstrom nutzen.

  • Wir reden vollkommen aneinander vorbei.


    Ich beziehe mich auf die Aussage "...Wenn sie alle Landstrom nutzen wollten, würden in Hamburg die Lichter ausgehen." Und damit ist ja wohl die Gegenwart gemeint. Aber bei 7 Anschlüssen die jetzt und in kürzerer Zukunft kommen, können die gar nicht alle gleichzeitig den Strom ziehen und es kann kein Licht ausgehen und es ist an den sieben Anschlüssen in der Regel immer genug Strom da. Und insbesondere im Sommer, wie es MK6 auch richtig ausgeführt hat. So gesehen gibt en keinen Grund, diese 7 Anschlüsse nicht zu nutzen.

    klausnorbert kann schon recht haben. Es hängt halt von der aktuellen Ausnutzung der lokalen Stromnetze ab. Je nach dem wie schlecht die ausgebaut sind kann es bei lokal erhöhter Nachfrage zu Problemen kommen. Ein Beispiel dafür ist Oranienburg, wo es der Netzbetreiber versäumt hat sein Netz auch entsprechend der gesetzlichen Vorgaben an den Bedarf ausgerichtet auszubauen. An Strom für Elektroautos, Wärmepumpen oder für neue Häuser fehlt es nicht. Es fehlen dort nur die nötigen Kabel, Trafos und Umspannwerke um sicher zu sein, dass es zu keiner Überlastung der Infrastruktur kommt.

  • klausnorbert kann schon recht haben. Es hängt halt von der aktuellen Ausnutzung der lokalen Stromnetze ab. Je nach dem wie schlecht die ausgebaut sind kann es bei lokal erhöhter Nachfrage zu Problemen kommen. Ein Beispiel dafür ist Oranienburg, wo es der Netzbetreiber versäumt hat sein Netz auch entsprechend der gesetzlichen Vorgaben an den Bedarf ausgerichtet auszubauen. An Strom für Elektroautos, Wärmepumpen oder für neue Häuser fehlt es nicht. Es fehlen dort nur die nötigen Kabel, Trafos und Umspannwerke um sicher zu sein, dass es zu keiner Überlastung der Infrastruktur kommt.

    Wenn ich einen 7,5 MW Anschluss plane und genehmigen lasse wird auch geprüft, dass genug Strom da ist. Und dass genug Strom da ist, sieht man an der momentanen Leistung, die im Sommer niedriger ist, als im Winter. Wir haben zu Winter 200 MW Differenz (Luft) nach oben und der Januar war bestimmt auch noch nicht kritisch. Wie gesagt. Es mag Zeitpunkte geben (Alles produziert, ein Kraftwerk ist in Wartung, es ist trüb (wenig PV) und recht windstill. Dann gibt es auch zu wenig Strom. Aber im Regelfall gibt es bei 60 MW Anschluss-Leistung (die dann auch nicht gezogen werden, weil Max-Wert) in einem Netz mit einer Gesamtleistung von 1.600 MW (oder mehr) kein Problem.

  • Wenn ich einen 7,5 MW Anschluss plane und genehmigen lasse wird auch geprüft, dass genug Strom da ist. Und dass genug Strom da ist, sieht man an der momentanen Leistung, die im Sommer niedriger ist, als im Winter. Wir haben zu Winter 200 MW Differenz (Luft) nach oben und der Januar war bestimmt auch noch nicht kritisch. Wie gesagt. Es mag Zeitpunkte geben (Alles produziert, ein Kraftwerk ist in Wartung, es ist trüb (wenig PV) und recht windstill. Dann gibt es auch zu wenig Strom. Aber im Regelfall gibt es bei 60 MW Anschluss-Leistung (die dann auch nicht gezogen werden, weil Max-Wert) in einem Netz mit einer Gesamtleistung von 1.600 MW (oder mehr) kein Problem.

    Man würde auch erwarten, dass das lokale Stromnetz verstärkt wird, wenn ein Neubaugebiet (Oranienburg) aus dem Boden gestampft wird und die Anwohner plötzlich anfangen Elektroautos und Wärmepumpen ans Netz anzuschließen. Es ist trotzdem dort nicht passiert. Niemand weiß hier wie gut der Anschluss der Landstromanlagen an das Stromnetz ist. Ich würde auch prinzipiell nicht davon ausgehen, dass die sich da verplant haben, aber möglich ist alles.


    Was die nötige Strommenge angeht sollte das das geringste Problem sein. Die Netze sind dafür konzipiert worden um Strom von den großen Kraftwerken in die Städte zu transportieren. Im Zweifel wird irgendwo ein weiterer Kohleblock hochgefahren, wenn gerade Dunkelflaute sein sollte. Für die Stadtbewohner wäre das tatsächlich immernoch besser als die Schiffsabgase (besonders bei dunkelFLAUTE).

  • Die Solaranlage gibt von September bis Oktober und von Februar bis April noch vergleichsweise genug her um besagtes zu versorgen. Da wird in der Regel auch geheizt. Ansonsten kommt der Strom aus dem Netz und dadurch besonders im Winter mit Ausnahme weniger Wochen wo Kohle und Gas einspringen aus Windkraft (besonders wenn die jetzt stärker ausgebaut wird).

    Das hängt ganz davon ab, wann ich z.B. die Möglichkeit habe mein E-Auto daheim zu laden. Ich schaffe das nur, wenn ich spätestens um 14 Uhr daheim sein werde, was mir natürlich unter der Woche nicht immer möglich ist. Und solange E-Autos unterwegs hohe Ladekosten haben, wird sicher jeder E-Auto-Fahrer -soweit möglich- auf das Laden unterwegs verzichten. Es gibt also genügend Optimierungsbedarf bei der Energiewende. Und im aktuellen Jahr habe ich erst zwei Wochen geschafft, wo ich vollständig vom Dach getankt habe, also pauschalisieren kann man die Monatsräume nicht, da es von zu vielen zusätzlichen Faktoren abhängt, wie z.B. tägliche Fahrstrecke, Wettersituation (wir haben relativ Bewölkung bisher im Jahr gehabt), wann ist man zuhause, wann ist die stärkste Sonneneintrahlung, etc.

    Jahresdurchschnittswerte nutzen mir da meistens relativ wenig, wie ich feststellen musste.

  • Das hängt ganz davon ab, wann ich z.B. die Möglichkeit habe mein E-Auto daheim zu laden. Ich schaffe das nur, wenn ich spätestens um 14 Uhr daheim sein werde, was mir natürlich unter der Woche nicht immer möglich ist. Und solange E-Autos unterwegs hohe Ladekosten haben, wird sicher jeder E-Auto-Fahrer -soweit möglich- auf das Laden unterwegs verzichten. Es gibt also genügend Optimierungsbedarf bei der Energiewende. Und im aktuellen Jahr habe ich erst zwei Wochen geschafft, wo ich vollständig vom Dach getankt habe, also pauschalisieren kann man die Monatsräume nicht, da es von zu vielen zusätzlichen Faktoren abhängt, wie z.B. tägliche Fahrstrecke, Wettersituation (wir haben relativ Bewölkung bisher im Jahr gehabt), wann ist man zuhause, wann ist die stärkste Sonneneintrahlung, etc.

    Jahresdurchschnittswerte nutzen mir da meistens relativ wenig, wie ich feststellen musste.

    Außer tanken vom Dach geht dann aber auch nichts mehr oder?

  • Dass Schwefelemissionen einen kühlenden Effekt auf das Klima haben ist ja schon länger bekannt (genauso wie das CO2 und Methan das Klima erwärmen). Es ist ja auch schon bekannt, dass Vulkanausbrüche, die viel Schwefel ausstoßen, teilweise in entfernten Weltregionen wie Indonesien u.a. z.b. in Europa oder Amarika im Mittelalter eine kleine Eiszeit mit Ernteausfällen und dem Zusammenbruch von Zivilisationen ausgelöst haben. Dementsprechend ist es wenig verwunderlich, dass das reduzieren von Schwefelemissionen in der Schiffahrt aus Umweltschutzgründen (≠Klimaschutz) diesen abmildernden Effekt aus der Gleichung nimmt. Der durch die in den letzten Jahren ausgestoßenen Klimagase vorprogrammierte und verdeckte Temperaturanstieg, der mit den Schwefelemissionen noch zurückgehalten wurde, offenbart sich jetzt (wie bei einer gespannten Feder, die jetzt gelöst wurde). Der besonders starke Schub bei den globalen Temperaturen beruht also auch auf unseren ermittierten Klimagasen und wird nur durch die unterlassenen Schwefelemissionen jetzt realisiert. Dazu kommen dann noch natürliche Phänomene wie der El niño den letzten Winter und die immer weiter steigenden Klimaemissionen.


    Kälteeinbruch 1258: Forscher legen Lösung für Vulkan-Rätsel vor
    Ein geologisches Mysterium ist offenbar geklärt: Für eine der gewaltigsten Eruptionen der vergangenen 10.000 Jahre soll ein Vulkan auf der Insel Lombok gesorgt…
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    Glücklicherweise schwenken jetzt wichtige Länder wie China gerade um und erreichen den peak ihrer Emissionen. Bei dem Ausbau an Erneuerbaren (mehr als die Hälfte der weltweit installierten Leistung wird in China installiert) und günstigen E Autos, die China in der restlichen Welt verkaufen wird, dürfte zumindest von den Entwicklungsländern weniger Emissionen kommen als befürchtet. Jetzt müssen nur noch wir im Westen uns endlich bewegen und von unseren heiligen Verbrennern und Gas/ Öl Heizungen loskommen. Besser wird die Zukunft nicht werden. Ernteausfälle werden immer häufiger, dazu immer schlimmere Naturkatastrophen und Hitzerekorde. Delhi hat beispielsweise aktuell 52,9 Grad Celsius. Über den südlichen USA und Mexiko hat sich mal wieder ein heat dome gebildet und bei uns saufen sie wieder ab.

  • Wybcke Meier hat derweil interessanterweise angekündigt, dass sie hofft, dass die Mein Schiff 7 ab 2026 in den Methanol-Betrieb als eins der ersten Kreuzfahrtschiffe wechseln kann. Auch die anderen Schiffe der Flotte seien in der Lage entsprechend umgerüstet zu werden und man werde diese Option abwägen.


    Zitat

    Die Mein Schiff 7 wird ab 2026 mit Methanol, bzw. grünem Methanol fahren können

    Die Mein Schiff 7 wird anfangs als erstes Schiff der Mein Schiff Flotte ausschließlich mit emissionsärmerem Marinediesel (Schwefelgehalt max. 0,1%) betrieben und ist mit Katalysatoren (Stickoxidminderung: rd. 75%) sowie einem Landstromanschluss ausgestattet. Darüber hinaus wird die Mein Schiff 7 so gebaut, dass sie auch mit Methanol, perspektivisch grünem Methanol, fahren kann, was den Schiffsantrieb nahezu CO2-neutral machen wird.

    Zur Indienststellung der Mein Schiff 7 sind alle derzeit möglichen technischen Ausstattungen, wie beispielsweise Tanks und Rohrsysteme für den Methanol, bzw grünen Methanol-Antrieb, eingebaut worden. Derzeit entwickelt TUI Cruises die noch fehlende, technische Komponente für den Methanol-Antrieb von Viertakt-Motoren, die es derzeit noch nicht gibt. Die Reederei plant, dass die Mein Schiff 7 in 2026 dann so ausgestattet und kommissioniert ist, dass sie als eines der ersten Kreuzfahrtschiffe mit Methanol betrieben werden kann. „Auch für die moderne Bestandsflotte ist der Methanolbetrieb und damit eine Umrüstung, eine Option für die Zukunft. Die Mein Schiff 7 spielt hier eine zentrale Rolle, um zu zeigen, dass dieser Antrieb im realen Schiffsbetrieb funktioniert. Basierend auf diesen Erkenntnissen werden wir über mögliche Nachrüstungen entscheiden“, sagt Wybcke Meier, CEO TUI Cruises.

  • Wybcke Meier hat derweil interessanterweise angekündigt, dass sie hofft, dass die Mein Schiff 7 ab 2026 in den Methanol-Betrieb als eins der ersten Kreuzfahrtschiffe wechseln kann. Auch die anderen Schiffe der Flotte seien in der Lage entsprechend umgerüstet zu werden und man werde diese Option abwägen.

    Da kann man ja schon sehr gespannt sein ,ob eine Umrüstung der anderen Dampfer durchgeführt wird

    Träume nicht dein Leben - lebe deine Träume
    1 x AIDA , 5 x AIDAcara , 6 x AIDAvita , 5 x AIDAaura , 1 x A'ROSA Blu , 0 x AIDAblu (alt)
    2 x AIDAdiva , 1 x AIDAbella , 3 x AIDAluna , 2 x AIDAblu , 2 x AIDAsol , 1 x AIDAmar , 3 x AIDAstella
    1 x AIDAprima (Besichtigung) , 0 x AIDAperla , 0 x AIDAnova , 0 x AIDAcosma
    1 x Mein Schiff 3 , 1 x Mein Schiff 4 , 0 x Mein Schiff 5 , 1 x Mein Schiff 6
    1 x Mein Schiff 1 -Neu- , 0 x Mein Schiff 2 -Neu-

  • Der NABU sieht die Mein Schiff 7 als den ersten Schritt auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Kreuzfahrt und begrüßt dass im Vergleich zu anderen Schiffen auf Methanol statt LNG gesetzt wird.


    https://www.nabu.de/presse/pre…ow=41132&db=presseservice

    Da haben sie tatsächlich recht. Methanol wird perspektivisch die besste saubere Treibstoffvariante sein, wobei die LNG Schiffe auch mit Methanol betrieben werden können. Weil die MGO Tanks dafür aber im Vergleich sehr klein sind (Methanol braucht wesentlich mehr Volumen für die gleiche Energiemenge wie Diesel) ist eine Mein Schiff 7 besser darauf vorbereitet. Die meisten aktuellen Schiffe können mit moderaten Änderungen an ihen Motoren und Tanks auf Methanol umsteigen. Die Tankladung würde dann aber nur noch deutlich kürzer halten.


    Und da kommt das aktuelle Hauptproblem von grünem Methanol. Es gibt aktuell noch fast gar keinen. Maersk sorgt gerade dafür, dass erste Mengen für ihre Schiffe produziert werden. Aber dafür braucht es wesentlich mehr Erneuerbare Energien und vor allem Windkraft, gegen die der NABU im Gleichschritt mit den Klimaleugnern und Nimbys vorgeht...

  • TUI Cruises hat den Nachhaltigkeitsbericht 2023 für Mein Schiff und Hapag Lloyd veröffentlicht:

    https://www.meinschiff.com/med…uicruises_nhb_2023_de.pdf


    Und auch die Nachhaltigkeitsseite wurde überarbeitet und aktualisiert:

    https://www.meinschiff.com/nachhaltigkeit-tuicruises

    TUI ist dazu übergegengen die Zahlen für die Marken Mein Schiff und Hapag Lloyd zusammenzufassen. Dadurch ist der Vergleich mit den Vorjahren etwas schwieriger geworden. Zu Hapag Lloyd findet man aktuell nichts mehr. Ich hatte aber mal Zahlen für die von 2018 bis 2021 mir vermerkt, womit man wenigstens grob schätzen kann. Vor Corona hat Hapag Lloyd mit einem etwas anderen Flottenmix (2019: Bremen statt Spirit, Nature erst ab April und Inspiration erst ab Okt (also netto 4 Schiffe statt 5 heute)) etwa 36.000 Tonnen Treibstoff verbraucht. Weil sie seit Corona auf 100% MGO umgestiegen sind und kein Schweröl mehr nutzen wird ein Großteil des von der Gruppe verbrauchten Schiffsdiesels von Hapag Lloyd verbraucht worden sein. Bei mitlerweile 5 Schiffen statt vorher netto 4 würde ich mal von mindestens 40.000 t ausgehen.


    Die offiziellen Zahlen für beide zusammen:




    ---------------

    Nach Flotten sortiert:



    Mein Schiff bis 2021 offizielle Zahlen von TUI, ab 2022 fiktive 40.000t MGO für Hapag abgezogen:



  • Das Kreuzfahrtranking des NABU für 2024 ist da:


    An der Spitze stehen weiterhin Havila und Hurtigruten, während Aida von Platz 3 auf Platz 6 (5, ohne Unterteilung Hurtigruten) abrutscht.


    Kreuzfahrtranking 2024 - NABU
    Die Kreuzfahrtbranche hat noch eine lange Fahrt vor sich, bis Umwelt und Klima nicht mehr so stark belastet werden. Das aktuelle Kreuzfahrtranking des NABU…
    www.nabu.de


    Hier gibt es noch einen etwas längeren Artikel dazu, leider für die meisten sicher mit Paywall:

    Kreuzfahrt: Umweltranking 2024 – „Mein Schiff“ von Tui überholt Aida Cruises
    Der Naturschutzbund stellt in Hamburg eine Rangliste vor und übt weiter massive Kritik an dieser Form des Urlaubs. Aber es gibt auch positive Nachrichten.
    www.abendblatt.de

  • So oder so finde ich es gut, dass man sich in der Verantwortung sieht, was tun zu müssen in Richtung Klimaschutz. Wie nachhaltig man das tut, warum man das macht, und mit welchem Elan kann ich nicht beurteilen. Ich persönlich wäre dafür (trotz, dass ich Kreuzfahrer bin) die Daumenschrauben mit einem ambitionierten, aber langfristigen und vor allem verlässlichen (nicht heute so und morgen anders) Plan deutlich anzudrehen. Denn technisch geht schon viel. Und leider ist es so: So richtig bewegt man sich nur unter Zwang.


    Die Frage, um die sich sehr vieles dreht ist "Woher kommt der Treibstoff". Und tatsächlich auch noch: Wie kann ich den Schwund bei gasförmigen Treibstoffen vermeiden? Denn Methan oder andere gasförmigen Treibstoffe ohne Verbrennung in der Luft sind klimaschädlich ob nun klimaneutral erzeugt oder nicht.


    Zweite Frage bei Seite gestellt kann dieser Treibstoff eher nicht in Deutschland erzeugt werden. Hier braucht man die erneuerbare Energie an anderer Stelle. Aber schauen wir uns mal Marokko an, die arabische Halbinsel und teilweise auch Spanien. Oder auch Kanada (dann aber weniger mit Sonne). Dort kann Strom aus PV für teilweise weniger als 1 cent/kWh hergestellt werden. Und das auch zumindest mittelfristig in ausreichender Menge. Natürlich schließen sich jetzt hier Fragestellungen wie die Verlässlichkeit der Lieferanten, der Transport usw. an. Aber es wird dann an Lösungen mit Hochdruck gearbeitet, wenn man weiß, dass man an den Lösungen Geld verdienen kann.


    Und wenn ich weiß, dass z,B, alle Kreuzfahrtschiffe, die ab 2033 in europäischen Häfen anlegen zu 100% mit klimaneutralen Treibstoffen bettrieben werden müssen, werden bis dahin auch die Lösungen da sein. Ich bin optimistisch. Muss halt etwas Druck her.